Einzige Erdgas-Tankstelle in Fürstenfeldbruck nach Streitigkeiten mit österreichischem Mineralölkonzern geschlossen - Umweltbewusste Autofahrer ve ...

Bayern verfügt über ein dichtes Netz an Erdgas-Tankstellen; aktuell gibt es derzeit über 100 öffentliche Tankstellen, die Erdgas anbieten. Das Netz der Erdgas-Tankstellen wird laufend erweitert. Bundesweit sind zwischenzeitlich rd. 850 Erdgas-Zapfsäulen verfügbar. Die Autofahrer im Landkreis Fürstenfeldbruck konnten sich bisher an der OMV-Tankstelle in der Maisacherstraße 31, die eine von Erdgas Südbayern (ESB) installierte CNG-Zapfsäule betrieb, mit der umweltfreundlicheren Energie versorgen. Nachdem der Pächter aber wegen Vertragsstreitigkeiten mit dem österreichischen Mineralölkonzern die Tankstelle seit dem 19. März geschlossen hält, können auch die Autofahrer aus dem Landkreis, die ihre Fahrzeuge mit Erdgas betreiben, nicht mehr die Erdgas-Zapfsäule anfahren und müssen bis nach Dachau oder München ausweichen.

Brucks CSU-Stadtrat Markus Droth, der seit acht Jahren selbst ein mit Erdgas betriebenes Auto lenkt und sich seit Jahren für diese umweltbewusste Betankungsalternative engagiert, ärgert sich insbesondere über die seiner Meinung nach Hinhaltetaktik des Erdgaskonzerns. Wie ESB über Jahre hinweg mit dem Standort Fürstenfeldbruck und den betroffenen Kunden umgehe, das sei ein handfester Skandal, so Droth. Droth wirft dem Konzern vor, dass über Jahre hinweg trotz stattgefundener Gespräche unter Einbindung der Stadt, keine Alternative geschaffen wurde, zumal die Tankstelle bisher nur eingeschränkt zugänglich war. Gerade bei Erdgastankstellen sei es aber erforderlich und üblich, so Droth, aufgrund der eingeschränkten Reichweiten Betankungen bis spät in die Abendstunden oder rund um die Uhr zu gewährleisten. Nachdem Droth am 24. März vom zuständigen ESB-Marktbereichsleiter eine Lösung innerhalb der nächsten zwei, drei Wochen in Aussicht gestellt erhielt, sich aber nichts dergleichen tat, bat Droth in einem offenen Schreiben nun Oberbürgermeister Sepp Kellerer um Vermittlung. Es müsse umgehend Abhilfe für die auf mehrere hundert mit Erdgas betriebenen Fahrzeuge im Landkreis geschaffen werden, schließlich handle es sich um betont umweltbewusste Mitbürger, die zudem bereit waren, höhere PKW-Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen. So aber fühlten sich die Fahrzeughalter vor den Kopf gestoßen und von ESB vorgeführt. Auch OB Kellerer sieht die ESB in der Pflicht, eine kurzfristige Ersatzlösung anzubieten. ESB beabsichtigt aber am jetzigen Standort festzuhalten. Erst wenn die Gespräche zwischen Pächter und Mineralölkonzern scheitern, will sich ESB um einen Alternativstandort bemühen.

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