Der kleine Brucker Verein führt dreimal im Jahr einen Tag der offenen Tür durch – Diesmal zum Tag des Bergbaus 

Eisenbahnfest des Feld- und Waldbahnmuseums FFB

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Michael Ebert (1. Vorsitzender), Maximilian Ebert (Sohn des Vorsitzenden), Sven Wesenberg, Benedikt Schneider, Heinz Dietmar Ebert (Betriebsleiter) und David Hawpe.

Fürstenfeldbruck – Zum Eisenbahnfest des Feld- und Waldbahnmuseums am Bahnhof in Fürstenfeldbruck, das traditionell mit dem „Tag des Bergbaus“ zugleich auch die Saison jeweils beendet, strömten auch heuer wieder viele Besucher. Der erste Vorsitzende des 32 Mitglieder zählenden Vereins, Michael Ebert und sein Vater, der Betriebsleiter des Museums, Heinz Dietmar Ebert, freuten sich mit ihren Mitgliedern über das rege Interesse.

 Dreimal im Jahr führt der eingetragene kleine Brucker Verein, der sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie den Einnahmen der Veranstaltungen finanziert, einen „Tag der offenen Tür“ mit jeweils einem Schwerpunktthema durch. So bilden am ersten Mai mit dem „Tag der Waldbahn“, Anfang Juli mit dem „Tag der Feldbahn“ und am ersten Sonntag im Oktober der „Tag des Bergbaus“ jeweils den Mittelpunkt des Veranstaltungstages. 

Am Sonntag, fünften Oktober, wartete das Feldbahnmuseum mit einer Sonderausstellung auf. Zum „Tag des oberbayerischen „Kohlebergbaus und Tunnelbaus“ gab es viel neues Bildmaterial zu sehen. Neben den historischen Bergwerks-Uniformen konnten die Besucher umfassendes Arbeitsgerät und Werkzeug sowie das Geleucht begutachten. Auch ein Film vom Kohlebergbau lief über einen Fernseher. Und einen original Bergwerks-Stolleneingang, der rechtzeitig zur Ausstellung noch fertig wurde, vermittelte einen Eindruck über den Kohlebergbau in Oberbayern vergangener Tage. „Wir wollen das Thema Bergbau in Oberbayern den Menschen näher bringen“, berichtete Heinz Dietmar Ebert. „Es ist so gut wie kaum bekannt, obwohl früher der Bergbau in Oberbayern vielen tausend Menschen Arbeit gegeben hat.“

 In Oberbayern existierten zehn Bergwerke, informierte Ebert, neun Pechkohle- und ein Braunkohle-Bergwerk. Auf dem Gelände des kleinen Brucker Museums gab es zwei komplette Züge vom Mangfall-Trinkwasserstollen zu sehen. „Auf die sind wir besonders stolz“, erzählte Heinz Dietmar Ebert. „Die sollten eigentlich verschrottet werden. Wir haben sie geschenkt bekommen und sind die einzigen, die die Züge besitzen.“ Darüber hinaus konnten die Besucher zwei Bergwerks-Lokomotiven vom Pechkohlebergwerk in Peißenberg/Peiting besichtigen. Ein Untertage-Personenwagen (ein sogenanntes U-Boot) lud die Besucher zusammen mit einer der beiden Peißenberger Loks zu einer kurzen Mitfahrt ein. Insgesamt waren 15 Lokomotiven, 81 Wagen sowie vier Draisinen in 600 Millimeter-Spur zu bestaunen. Auch der von den Museumsmitgliedern in Angriff genommene Feldbahnkran geht seiner Fertigstellung entgegen. Hier konnten die Besucher dem Schlosser über die Schulter schauen und dem Schmied in der kleinen Schmiede. Zahlreiche Eisenbahnbücher lagen zur Ansicht aus und ein Modelleisenbahn-Flohmarkt rundete das Angebot für die Besucher ab. 

Dieter Metzler

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