Elisabeth Staffler wird OB-Kandidatin

Kandidatin zieht in den Wahlkampf

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Strebt als einzige Frau auf den Brucker OB-Stuhl: Elisabeth Staffler, hier mit Stadtrat Andreas Ströhle, der die Nominierungsversammlung im Squashpalast leitete.

Fürstenfeldbruck – Es gibt einen siebten Bewerber für den OB-Stuhl im Brucker Rathaus – oder besser gesagt eine Bewerberin. Mit Elisabeth Staffler fordert überraschend noch eine Frau ohne kommunalpolitische Erfahrung die bislang rein männliche Bewerberriege heraus. Die Bruckerin wurde nun von der freien Gruppierung „Leben in Bruck“ (LiB) nominiert.

Dass sich Staffler überhaupt zur Wahl stellt, liegt am Rückzieher einer anderen Frau. Denn eigentlich wollte die siebte Kandidatin Alexa Zierl unterstützen. Als diese von einer Kandidatur aber Abstand nahm, entschloss sich Staffler, selbst den Hut in den Ring zu werfen. Im Falle ihrer erfolgreichen Kandidatur will die Bruckerin, die Biochemie und Management studiert hat, mit ihrer langjährigen Auslandserfahrung punkten.

Elisabeth Staffler holt sich ein Kompetenz-Team 

Unter anderem habe sie als Mitarbeiterin des Management Zentrums St. Gallen Meriten gesammelt, von denen sie glaubt, dass sie ihr bei der Führung der Stadtverwaltung helfen könnten. „Was meine bisherige Unerfahrenheit in Sachen Kommunalpolitik anbelangt, bin ich gerade dabei, eine Art Kompetenz-Team in mein Boot zu holen“, sagt die Bruckerin. Ein erfahrener Architekt und Städteplaner habe seine Unterstützung bereits zugesagt.

Staffler möchte persönlichen Referenten 

Auch einen persönlichen Referenten würde sich Staffler gerne an die Seite stellen – ähnlich dem Landrat Thomas Karmasin. „Ich hätte sogar schon eine Zusage von jemandem aus dem Stadtrat, der sein Mandat niederlegen und einen solchen Posten übernehmen würde.“ Um wen es sich dabei handelt, wollte sie nicht verraten. Auf die versteckte Nachfrage, ob es sich dabei um eine Frau handelt, deren Nachname mit Z beginnt – also Alexa Zierl –, folgte zumindest kein Dementi.

Größere Bürgerbeteiligung

Politische Themen will Staffler nicht unbedingt neu aufwerfen. Mit Arbeitsfeldern wie der B2 oder der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen gebe es genug zu tun. „Es geht nicht um das ,Was‘, sondern um das ,Wie‘“, sagte sie. Die Strukturen in der Verwaltung seien vorhanden, „aber man könnte sie vielleicht noch besser gestalten“. Vor allem die Bürgerbeteiligung will Staffler groß schreiben: „Wir müssen die Menschen mit einbeziehen, aktive Kommunikation betreiben und die Bürger zum Dialog ermuntern.“

Beispielsweise schwebt es ihr vor, die Bürgerfragestunde vor den Stadtratssitzungen zu intensivieren. „Wir müssen die Menschen dazu anregen, dort ihre Anliegen auch vorzubringen.“ Zur Schaffung von Wohnraum sieht sie die Stadt in einer Vermittlerrolle zwischen Eigentümern leer stehende Räume und Menschen, die dringenden Wohnbedarf haben. Aber auch Tagesmütter will Staffler fördern. „Sie sind für manche vielleicht sogar eine bessere Lösung als ein Kita-Platz.“

Drei Hürden für die OB-Wahl 

Sieben Brucker waren zur Nominierungsversammlung in den Squashpalast gekommen, die die Kandidatin offenbar überzeugt hat. Denn alle stimmten für Staffler, die damit die erste von insgesamt drei Hürden gemeistert hat, um bei der OB-Wahl zur Wahl zu stehen. Nun muss sie noch Unterschriften von zehn Untertützern vorlegen. Die habe sie bereits in der Hinterhand, erklärte die 50-Jährige.

Deutlich schwieriger dürfte Hürde Nummer drei werden: 215 Brucker müssen im Rathaus für die Kandidatur unterschreiben. Um diese Marke zu knacken, bleibt Staffler aber nicht viel Zeit: Nur bis 27. März liegen die Unterschriftenlisten im Rathaus aus.

Andreas Daschner

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