2.000 Euro und Schild

Emmering wird mit zweitem Platz im Wettbewerb „Bienenfreundliche Gemeinde 2019“ geehrt

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Freuen sich über den zweiten Platz (von links): Leonhard Högenauer (gemeindlicher Bauhofmitarbeiter), Bezirkstagspräsident Oberbayern Josef Mederer, Bürgermeister Michael Schanderl und Arno Bruder (Fachberater für Imkerei)

Spätestens seit dem im August diesen Jahres beschlossenen Volksentscheid „Rettet die Bienen“, in der sich die Mehrheit der Bürger für ein besseres Naturschutzgesetz und für die Rettung der Artenvielfalt entschieden hat, beschäftigten sich viele mit unterschiedlichen bienen- und insektenfreundlichen Maßnahmen.

Emmering – Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, wie kann denn zum Beispiel die Biene gerettet werden? Damit hat sich die Gemeinde Emmering intensiv auseinandergesetzt und ihr Engagement gegen das Bienensterben wurde nun mit dem zweiten Platz im Wettbewerb „Bienenfreundliche Gemeinde 2019“ belohnt.

Gemeinde erhält Schild und 2.000 Euro.

Mit dem 2017 ins Leben gerufenen Wettbewerb, versucht das Kommunalparlament ein klares Zeichen gegen das Insektensterben zu setzen. Das kann jedoch nur gelingen, indem die Lebensbedingungen der Insekten verändert und verbessert werden. Deshalb wurden unter den 32 teilnehmenden oberbayerischen Gemeinden vier Ortschaften als besonders vorbildlich mit einem Preis ausgezeichnet. Neben einem Preisgeld von 2.000 Euro erhielt die Gemeinde Emmering außerdem noch ein Hinweisschild und wird nun von Ortsansässigen, aber auch von Durchreisenden als „bienenfreundliche Gemeinde“ erkannt. Besonders hervorheben konnte sich die Gemeinde vor allem durch das Anlegen von Blühbändern in den bienen- und insektenfreundlich gestalteten Gemeindeflächen und durch eine pestizidfreie Bewirtschaftung. Ein weiterer großer Pluspunkt und ebenfalls ausschlaggebend für die Prämierung waren die Streuobstflächen im Gemeindegebiet. Und für die Zukunft ist ebenfalls schon einiges geplant, um das Leben der Bienen und Insekten in Emmering noch angenehmer zu gestalten.

Sensibilität muss erzeugt werden

„Wir planen die blühenden Flächen auszubreiten, die Verkehrsinsel umzugestalten und vermehrt Freiflächen zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Michael Schanderl. Auch wenn Emmering mit einem positiven Beispiel vorangeht und ein Umdenken bezüglich der Thematik der Artenvielfalt langsam erkennbar wird, muss trotzdem noch vieles verändert werden. „Es ist eine Bewusstseinsbildung nötig und es muss eine gewisse Sensibilität erzeugt werden. Aber man merkt, dass viel mehr über Biodiversität nachgedacht wird, als wie vor fünf Jahren“, betont Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der den Preis an die Gemeinde vergeben hat. Doch, es muss etwas getan werden, um schlussendlich positive Veränderungen zu erzeugen – dessen ist sich Emmerings Bürgermeister mehr als bewusst. „Wir können das Klima nicht alleine retten, aber wir können einen Beitrag dazu leisten“, sagt Schanderl.

Julia Huß

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