Energie aus Wasserkraft - Ab 2012 versorgt die Komm-Energie Puchheim, Eichenau und Gröbenzell aus zertifizierter Wasserkraft mit Strom

Komm–Energie Geschäftsführer Alois Krammer kündigte für 2012 für Eichenau, Gröbenzell und Puchheim Energie aus 100 Prozent Wasserkraft an. Foto: Dieter Metzler

Ab dem kommenden Jahr versorgt die Komm-Energie GmbH mit Sitz in Eichenau, die Stadt Puchheim sowie die Gemeinden Eichenau und Gröbenzell mit Strom ausschließlich aus Wasserkraft. Das beschloss der dreizehnköpfige Aufsichtsrat des Stromversorgers in seiner Sitzung am 6. Juni, der damit dem Vorschlag des Geschäftsführers Alois Krammer folgte. Das kommunal-private Versorgungsunternehmen ist damit zugleich der erste Grundversorger im Landkreis, der seinen Strom zu 100 Prozent aus zertifizierter Wasserkraft bezieht und an seine Kunden weitergibt, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende, Gröbenzells Bürgermeister Dieter Rubenbauer, bei einem Pressegespräch in Eichenau am 8. Juni mit.

„Mit dieser Entscheidung beziehen wir zugleich klar Stellung zur aktuellen Diskussion um die regenerative Stromversorgung im Landkreis“, sagte Krammer. Die Mehrkosten für das Unternehmen bezifferte Krammer mit etwa 300.000 Euro. Trotz der erhöhten Beschaffungskosten soll der Preis für die Kilowattstunde für die bis dato 17.500 Kunden im Versorgungsgebiet aber 2012 nicht steigen, versicherte Rubenbauer, es sei denn, andere gesetzliche Regelungen würden das Unternehmen dazu zwingen. Die Mehrkosten trage das Unternehmen, entsprechend geringer würde die Ausschüttung an die Gemeinden ausfallen. Den Strom für 2012 habe man mit der Option auf einen steigerbaren Wasserkraftanteil eingekauft, so der Aufsichtsratsvorsitzende. Auch widmet sich das Eichenauer Unternehmen verstärkt der Eigenerzeugung nachhaltiger Energie. „Wir prüfen derzeit Beteiligungen an Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie u. a. aus Windkraft, Photovoltaik und Kraftwärmekoppelung“, teilte der Komm-Energie Geschäftsführer mit. Mit dem Bau und Betrieb der Photovoltaikanlage an der Grundschule Süd in Puchheim und der Ährenfeldschule in Gröbenzell hat Komm-Energie den Einstieg in die Erzeugung regenerativer Energie begonnen. Die Investitionsgröße betrug jeweils 250.000 Euro. Seit April läuft bereits die Strombeschaffung für 2014. Die Komm-Energie will sich frühzeitig stabile Preise sichern und setzt dabei auf die Beschaffung nachhaltiger, ökologischer Energie. Angefragt wurde bei sieben unabhängigen Energie-Unternehmen. Die eingegangenen Angebote werden derzeit ausgewertet. In zwei Jahren laufen nach Aussage der Gemeinden die Verträge mit den Stadtwerken München für das Gasverteilungsnetz aus. Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung zeigt auch die Komm-Energie GmbH Interesse an einem Wegenutzungsvertrag für das Gasverteilungsnetz. „Die Grundversorgung mit Energie aus Elektrizität und Gas ergibt viele Synergieeffekte“, meinte Alois Krammer. Als Grundversorger und Stromnetzbetreiber habe man bewiesen, dass man ein zuverlässiger Partner für die Kommunen sowie für die Bürger vor Ort sei, so Krammer. „Diese Kompetenz wollen wir auch in die Versorgung unseres Gebietes mit Energie aus Gas einbringen“, teilte Krammer mit. Die Einrichtung der geplanten öffentlichen Zapfsäulen für Elektromobile in den Gemeinden steht kurz bevor. Auch Komm-Energie will ein Zeichen setzen für die von der Bundesregierung geforderte Technologie der sprit- und emissionsfreien Automobile und ein Elektroauto einsetzen, das auch interessierten Kunden zur Verfügung steht.

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