Energiekosten sparen - Kreisverbandsversammlung des Gemeindetages tagte

Vorausschauend planen und dabei gewissermaßen schon Energiekosten sparen – das passt laut Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz bestens zusammen. Die jüngste Kreisverbandsversammlung des Gemeindetages, abgehalten in Emmering, beschäftigte sich ausschließlich mit Konzepten zur Einsparung. Danach soll unter anderem bei Bebauungsplänen oder Neubaugebieten eine energetisch günstige Lage oder Nutzung der Gebäude mit einbezogen werden.

Manche wärmedämmende Maßnahme an den Gebäuden selbst könne so eventuell eingespart werden, erläuterte Leitz.„In der Praxis funktioniert ein Energie-Nutzungsplan ähnlich wie ein Flächen-Nutzungsplan“, so Diplom-Ingenieur Christian Huber von der Technischen Universität (TU) München. Mit der Feststellung des Ist-Standes könne man Energiepotentiale wie Abwärme, in der Nähe liegende Gewässer oder Wälder einbeziehen. „Daraus entwickelt sich dann die Planungsgrundlage für ein Siedlungsgebiet“, sagte Huber. Auch die Möglichkeit eines Nahwärmenetzes könne man einbeziehen.Er setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit der Gemeinden, die sich durch eine Art regionaler Entwicklungsplan oder Verbundgemeinschaft in der Energieversorgung zeigen könne. Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetages und Mammendorfer Bürgermeister Johann Thurner zeigte sich im Rahmen eines Pressegespräches optimistisch. „In den Gemeinden rennt man da offene Türen ein.“ Bei den Bürgern werde wohl laut Thurner und Leitz aber noch Überzeugungsarbeit notwendig sein. „Man soll nicht nur an den kurzfristigen Effekt denken“, so Leitz.

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