Energierevolution - Katholiken diskutierten ökologische Energieversorgung

Wir

brauchen eine Energierevolution! Katholiken diskutierten ökologische Energieversorgung Puchheim, 31.3.2011. Keine der klassischen Energieversorgungstechnologien ist zukunftsfähig. Es bedarf nicht weniger als einer Energierevolution! 25% der Erdbevölkerung verbrauchen 75% der Ressourcen. Der Höhepunkt der Ölförderung ist vorbei. Bei Gas wird das in 10 Jahren so weit sein. Und es gibt nicht mehr.? Bei der Vollversammlung des Dekanatsrats fielen deutliche Worte. Gerhard Isenberg, promovierter Physiker und im Kuratorium der Umwelt Akademie und im Ausschuss Ökologie des Diözesanrats engagiert, zeigte eindrucksvoll, dass wir nach einem ersten Solarzeitalter, das 4 Mrd. Jahre dauerte, jetzt dabei sind, innerhalb von 300 Jahren alle fossilen Energieressourcen der Erde aufzubrauchen. Danach werde es wieder ein Solarzeitalter geben. Nur die Sonne und die Geothermie würden nachhaltig ausreichend Energie zur Verfügung stellen. Die Kernenergie ist schon aufgrund der Problematik der ungesicherten Endlagerung keine Alternative. Um unseren Lebensstand einschließlich der Mobilität zu sichern, sei ein Umdenken nötig. Beides sei nicht umsonst zu haben. Man könne nicht überall uneingeschränkten Zugang zu Strom haben wollen, aber die notwendige Infrastruktur dafür ablehnen. So dürften Solaranlagen auf Kirchendächern, Hochspannungsleitungen und Windräder auch in der Nachbarschaft kein Tabu sein. In der sich anschließenden Diskussion wurden bürokratische Hürden, wie Bauvorschriften, Denkmalschutz etc., aber auch Uneinsichtigkeit genannt, die ein effektiveres Bereitstellen und Haushalten von Energie behindern. Durch Effizienzsteigerungen seien derzeit z.B. im Hausbau noch bis zu 60% und in der Mobilität bis zu 50% Einsparungen möglich. Die fertigen Pläne dafür lägen in den Schubladen, sagen Spezialisten. Man könne und müsse zeigen, dass man anders besser leben kann. Es gibt nur eine Erde. Sie ist uns zur Nutzung, aber auch zur Bewahrung von Gott anvertraut. Der Diözesanrat der Katholiken hat dazu eine Broschüre mit vielen praktischen Hinweisen herausgegeben. Diese ist kostenlos erhältlich und zu bestellen unter diözesanrat@erzbistum-muenchen.de.

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