Acht neue  Betrugsversuche in der Region - Auch der Landkreis FFB betroffen

Polizei-Präsidium warnt erneut vor Enkeltrick-Masche auch im Landkreis FFB 

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Das Polizei-Präsidium Ingolstadt Nord hat in letzter Zeit  8 versuchte Enkeltrick-Betrugsversuche in der Region festgestellt. In München kam es am 6. 11. 2014 zu einer Festnahme.

Landkreis Fürstenfeldbruck –  Wenn die vermeintliche Enkelin "Anna" anruft, droht Abzocke: Der Enkeltrickbetrug erlebt derzeit eine Neuauflage. Am 7. November warnte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord vor neuen Aktivitäten. Die Anrufe haben am 04.11.2014 begonnen. Betroffen  waren die Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau, Landsberg am Lech und auch Ebersberg.  Acht Versuche wurden allein in dieser Region registriert, das PP München meldete am 7. 11. die Festnahme eines mutmaßlichen  "Lockvogels". Es handelt sich um eine 17-jährige  polnische  Staatsangehörige. Unbekannte Kriminelle hatten  mit diesem Trick versucht, 35 000 Euro für den angeblichen Ankauf einer Wohnung von einem 67-jährigen Münchner zu erhalten. Pech für die Betrüger,  dass der Rentner - nachdem er  schon vor zwei Wochen einen solchen Anruf erlebte, sofort die Polizei einschaltete. 

Einen aktuellen Fall meldete am 7. November das Polizeipräsidium München: Ein 67-jähriger Münchner wurde am Donnerstag, 06.11.2014, gegen 12.15 Uhr, von einer ihm unbekannten Frau angerufen. Diese versuchte ihm vorzugaukeln,  sie sei eine Bekannte namens „Anna“. Da der Rentner bereits zwei Wochen zuvor Opfer eines versuchten Enkeltrickbetrugs war, kannte er diese Vorgehensweise. Darum ging er zum Schein auf das Gespräch ein. Nach dem ersten Anruf verständigte er die Polizei. Die unbekannte Anruferin benötigte angeblich 35.000 Euro für den Kauf einer Wohnung (ein Trick, der auch im Landkreis Fürstenfeldbruck schon erfolgreich zum Nachteil von Senioren angewendet worden ist). Sie befände sich gerade beim Notar, sagte die Anruferin.  Zur Abholung würde die Tochter des Notars vorbeikommen. Beim verabredeten Abholungstermin gegen 16.15 Uhr wartete jedoch die Polizei.  Es wurde eine 17-jährige polnische Staatsangehörige festgenommen. Am selben Tag wurden bei der Polizei drei weitere versuchte Enkeltrickbetrugsfälle  angezeigt. Die Ermittlungen zu Tatzusammenhängen dauern an.

Das Polizeipräsidium Ingolstadt Nord teilte am 7. 11. mit: Durch Anwendung des sogenannten „Enkeltricks“ versuchen derzeit erneut Betrüger Senioren zur Aushändigung von hohen Bargeldsummen zu bewegen. Insgesamt acht derartige Versuche wurden den Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in den letzten drei Tagen mitgeteilt. 

Schwerpunkt der Betrugsaktivitäten, die am 04.11.2014 begannen, waren die Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau, Landsberg am Lech und auch Ebersberg. Die von den überregional agierenden Tätern verwendete Betrugsmasche wird bei der Polizei „Enkeltrick“ genannt. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Immobilienkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben.

 Mit dieser Vorgehensweise versuchten die Täter am Di., 04.11.14 in Gröbenzell und Vaterstetten, am Mi., 05.11.14 in Landsberg, Dachau, Germering und Vaterstetten, sowie am Do., 06.11.14 erneut in Dachau und Anzing, an Bargeld zu kommen. Die angerufenen Seniorinnen gingen jedoch in keinem Fall auf eine Geldübergabe ein, so dass die Täter erfolglos blieben. 

Es ist nicht auszuschließen, dass die Betrüger weiterhin ihre Masche einsetzen werden. Um sich vor solchen Betrügereien zu schützen, bittet die Polizei die folgenden Verhaltenstipps zu beachten. 

Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck war es in der Vergangenheit unbekannten Tätern mit dieser Masche gelungen,  von Senioren hohe Summen zu ergaunern, in einem Fall wurde eine Seniorin sogar zur Abhebung bei anderen Bankfilialen chauffiert. 

Die Polizei rät:  Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.  Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.   Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.   Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.   Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.  

 Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

redkb

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