KPI Fürstenfeldbruck meldet: Mindestens 10 Anrufe der sog. Enkeltrick-Betrüger gingen jetzt ins Leere

Enkeltrickbetrüger scheitern trotz vieler Versuche in drei Landkreisen

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Fürstenfeldbruck – Mindestens 10 Versuche, mit dem sogenannten Enkeltrick Geld zu ergaunern, musste die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck am Dienstag registrieren. Allerdings gelang es den unbekannten Tätern nicht,  an die Barschaft ihrer Opfer zu gelangen. Schwerpunkt der Aktivitäten der Betrüger war am Dienstag, 29.09.2015, der Landkreis Dachau. Insgesamt sieben Mal klingelte in Dachau, Karlsfeld und Bergkirchen das Telefon bei älteren Mitbürgern. Jedoch waren die Anrufer vorher auch in Fürstenfeldbruck, Puchheim und Gilching aktiv.

 

Die Anrufer versuchten ihre Opfer mit der Vorspiegelung eines aktuellen Immobilienkaufs, für den man dringend Geld benötige, zu einer Geldübergabe zu bewegen. Gleichartiges spielte sich auch in Fürstenfeldbruck, Puchheim und Gilching ab.  Wahrscheinlich greifen inzwischen die zahlreichen Warnungen vor dieser Betrugsmasche,  denn keiner der Senioren ging auf die Forderungen des angeblichen Enkels ein. 

Wie gehen Enkeltrickbetrüger vor?  Mit dem Satz  „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die überregional agierenden Tätern bei meist älteren und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Immobilienkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Ist das Opfer zahlungswillig, wird ein Bote zur Abholung angekündigt. Hat der Angerufene die geforderte Summe nicht parat, folgt die Aufforderung, den Betrag bei der Bank abzuheben.

Vereinzelt geben sich Mittäter in einem zusätzlichen Anruf auch als Polizeibeamte aus und fordern die Geschädigten auf, bei der Geldübergabe im Rahmen einer angeblichen „Polizeiaktion“ mitzumachen um zur Festnahme der Täter beizutragen. Eine Verfahrensweise, die von der Polizei sicher nicht angewandt wird. 

Dazu meldete die PI Germering einen Versuch, der an einer äußerst resoluten älteren Dame scheiterte:  Eine 88-jährige Dame aus Andechser Straße in Gilching erhielt  am 29. 9.  2015 gegen 14.00 Uhr einen Anruf, in dem sich eine Frau nach typischer Enkeltrickmanier als ihre Tochter „Lisa“ ausgab. Nach relativ kurzer Zeit forderte die vermeintliche Tochter umgehend einen Geldbetrag von sage und schreibe 25.000 Euro. Die Seniorin dachte zunächst wirklich, dass sie tatsächlich mit ihrer leiblichen Tochter telefonierte. Dennoch beendete sie das erste Gespräch, weil ihr die besagte Geldforderung suspekt vorkam. Nach kurzer Zeit rief 88-Jährige ihre „wirkliche“ Tochter unter der ihr bekannten Nummer an. Diese wusste natürlich nichts von einer derartigen Geldforderung, warnte ihre Mutter jedoch eindringlich davor,  auf etwaige Geldübergaben einzugehen. Kurz darauf erhielt   die Seniorin  von der Enkeltrick-Bande erneut einen sogenannten „Keileranruf“. Daraufhin beschimpfte das angepeilte Opfer die betrügerische Anruferin ziemlich resolut und beendete das Gespräch auch sehr abrupt.  

Verhaltenstipps der Kripo Fürstenfeldbruck · Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt! · Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld fordert! · Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen! ·  Anrufe  von angeblichen Polizeibeamten in Zusammenhang mit derartigen Geldforderungen sofort  der örtlichen Polizeidienststelle melden. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus! · 

Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen! · 

Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt! · Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Bekannten über diese äußerst hinterlistige Form des Betrugs!

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