Die Entwicklung vom Wifo-Tanklager zum Tankpark

Germeringer SPD besucht Krailling Oils

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Die Mitglieder der Germeringer SPD erfuhren spannende Details über das Kraillinger Tanklager.

Germering – Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion und des Ortsvereins-Vorstands haben an einem Vortrag der Krailling Oils Development GmbH mit Führung über das Gelände teilgenommen und sich über die Historie sowie die aktuelle Entwicklung informieren lassen.

Krailling Oils Geschäftsführer Bernhard Breitsameter erzählte Details zur Historie, zum Beispiel dass die heutige Neue Gautinger Strasse als mögliche Start- und Landebahn für das Wifo-Großtanklager geplant wurde und das Tanklager als Schokoladenfabrik getarnt werden sollte. Es gibt aus alten Zeiten eine Jagdhütte und einen Wildbestand an Rehen, Damhirschen, Mufflons und Wildschweinen, der regelmäßig bejagt wird. Die Sicherheit der Öltanks wurde ausführlich erläutert: Im Bereich des Tanklagers liegt eine sehr mächtige Schotterschicht aus der Würm-Eiszeit, die das Areal erdbebensicher macht. Die aus zwei Zentimeter dickem Stahl gebauten, zylinderförmigen Tanks liegen in Zehn bis 20 Meter Tiefe und sind mit Beton ummantelt. Es gibt auf dem Gelände 24 Brunnen, aus welchen Wasserproben gezogen und auf Verunreinigungen untersucht werden, sowie umfangreiche technische Prüfungen. Heute dient das Tanklager dem Management der Öl-Notreserven für den Raum München, die den Bedarf aller relevanten Einrichtungen und Institutionen wie Notstromaggregate von Krankenhäusern, Polizei oder Feuerwehr für 14 Tage sicherstellen soll. Aus dem Bestand werden regelmäßig Kraftstoffe an lokale Öl-Händler und Tankstellen bis zum Münchner Flughafen verkauft und wieder aufgefüllt. Breitsameter gab zudem einen Einblick in die aktuellen Projekte. So soll der Tankbetrieb optimiert werden– es sollen künftig alle Kraftstoffe erst bei Abnahme gemischt werden, so dass Änderungen der gesetzlichen Vorgaben für die Beimischung von Bio-Kraftstoff sofort umgesetzt werden können. Auch eine Verkehrsoptimierung ist geplant. Derzeit wird das Industriegleis von Harthaus erneuert. Beim abschließenden Rundgang über das Gelände wurden Bahnhöfe und Abfüllanlagen besichtigt und die Waldumbaumaßnahmen näher erläutert.

red

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