Für den Erhalt der Glühbirne - Rückhalt von Branchenprimus OSRAM für MdEP Angelika Niebler

Erneute Schützenhilfe erfuhr die CSU-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Industrieausschusses, Dr. Angelika Niebler, jetzt in der Diskussion um das Glühbirnenverbot: In einem Gespräch mit der Werksleitung von Branchenprimus OSRAM in Eichstätt wurde deutlich, dass auch seitens des Herstellers Bedenken gegen das Vorgehen bei dem von der EU beschlossenen Verfahren zur Abschaffung der Glühbirnen besteht. So wurde das ab Herbst geltende Verbot von mattierten Glühbirnen jeder Wattstärke kritisiert.

Dieser Schritt sei ihr völlig unverständlich, erklärte Angelika Niebler, weil es keinen Unterschied in der Energieeffizienz von mattierten und klaren Birnen gebe, sich allerdings Lichtqualität und damit die Atmosphäre eines Raumes grundlegend änderten. „Insofern zeigt sich, dass diese Entscheidung vor allem ideologisch und am grünen Tisch gefällt worden ist“, so Niebler. Auch die weiteren Schritte, mit denen ab 2010 die klaren Glühbirnen unter 100 Watt vom Markt genommen werden sollen, findet die Europaabgeordnete unausgegoren. Sie traf mit dieser Einschätzung auf deutliche Zustimmung bei der Osram-Werksspitze. Dort hat man aus der Not eine Tugend gemacht und bietet jetzt eine Halogenbirne an, die in Form und Funktion ein Ersatz für die Glühbirne ist. Doch ab 2016 ist auch damit wieder Schluss, denn dann müssen auch die Halogenlampen vom Markt verschwinden.„Ein einziges Ärgernis“ nennt die CSU-Abgeordnete das Glühbirnenverbot. „Jetzt rächt sich, dass es hier kein geordnetes parlamentarisches Verfahren gab. Diese Entscheidung ist bürokratisch und weltfremd, von einer Fachkommission ausgetüftelt, aber ohne politische Gewichtung. So soll und darf die EU nicht bei den Bürgern ankommen“, kritisiert Niebler, die sich gemeinsam mit der CSU-Europagruppe dafür stark gemacht hatte, das Glühbirnenverbot im Europäischen Parlament zu behandeln. In der Zielsetzung sehe sie keinen Dissens: Beim Thema Energieersparnis habe der Aspekt Energieeffizienz eine wichtige Bedeutung. Allerdings könne das nicht der alleinbestimmende Faktor sein: Zu berücksichtigen seien alle Bereiche vom Produktionsaufwand über die Entsorgung bis hin zur Lebensqualität für den Bürger: „Und das kann keine Fachkommission, sondern das ist eine politische Aufgabe. Nach der Wahl müssen wir hier dringend die Reißleine ziehen und für eine Erörterung des Glühbirnenverbots im Europäischen Parlament Druck machen.“

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