Erinnerung an Rabins Besuch in Dachau 1987 - Stimme der Ermordeten - Auch Deutschland Förderer des Yitzhak Rabin Centers in Tel Aviv

Yossi Lahmani, Director des Yitzhak Rabin Centers - The Israeli Museum in Tel Aviv. Auch die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den Förderern. Foto: Hedwig Spies

The Yitzhak Rabin Center - The Israeli Museum in Tel Aviv verzeichnet auch die Bundesrepublik Deutschland als Förderer auf einer Tafel. Der Todestag des israelischen Friedensnobelpreisträgers Rabin jährte sich am 4. November 2010 zum 15. Mal. Der damalige Ministerpräsident Rabin wurde 1995 in Tel Aviv während einer Friedenskundgebung von einem jüdischen Fundamentalisten erschossen. Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt, MdB, CSU, erinnert sich: „Im Jahr 1987 hat Yitzhak Rabin die KZ-Gedenkstätte in Dachau besucht. Er hielt dort eine Rede, in der er sich selbst als „Stimme der Ermordeten“ bezeichnete. Nach deutlichen Sätzen zur Schuld der für den Holocaust Verantwortlichen fand der damalige israelische Verteidigungsminister auch lobende Worte über die Entwicklung Deutschlands hin zu einem demokratischen und friedenssuchenden Land, das zur Stärkung Israels beigetragen hat. Yitzhak Rabin hat sich für den Friedensprozess zwischen Israel, den Palästinensern und den arabischen Nachbarstaaten eingesetzt. Für diesen Einsatz wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt, er bezahlte ihn aber auch mit dem Leben. Ich freue mich, dass in Tel Aviv nun als Teil des „Yitzhak Rabin Zentrums“ – auch mit Hilfe einer Förderung durch die Bundesregierung - ein Museum entstanden ist, das die Entwicklung der israelischen Gesellschaft und Demokratie darstellt und dabei ganz besonders die Rolle Rabins für diese Entwicklung würdigt“.

Das Museum in Tel Aviv enthält 188 Dokumentar-Filme. Großformatige Fotos, Texte und englischsprachige Erklärungen über Kopfhörer führen Besucher in acht Stationen durch die Geschichte des Staates Israels und seiner Gesellschaft und das Leben von Yitzhak Rabin, dem „Soldier for Peace“, der in seiner Zeit als Verteidigungsminister 1984 - 1990 auch Härte zeigen konnte. An ihn erinnern persönliche Exponate, die die Familie zur Verfügung gestellt hat: der Aktenkoffer, die Brille, die Wohnzimmer-Einrichtung Rabins hinter Panzerglas, das Blatt Papier mit dem Friedenslied, das er bei seiner letzten Rede bei sich trug - blutdurchtränkt. Zuletzt passiert der Besucher eine Simulation des „Kings of Israel Square“, empfindet jene schicksalsträchtige Veranstaltung mit Demonstranten und Transparenten am 4. November 1995 nach, im Verlauf derer Rabin, damals einer der wichtigsten Entscheidungsträger Israels in außen- und sicherheitspolitischen Fragen, von einem jüdischen Fanatiker ermordet wurde. Die Geschichte des Staates Israel und der Israelischen Gesellschaft, beginnend ab 1920 nimmt breiten Raum in der Präsentation des Museums ein. Information: www.rabincenter.org.il

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