86 Kilo landen im Müll

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Agnes Streber vom Ernährungsinstitut KinderLeicht eröffnete die essensWert Fachtagung im Veranstaltungsforum.

Fürstenfeldbruck – Strategien gegen Lebensmittelverschwendung – das war das Thema der essensWert Fachtagung am 7. Oktober im Veranstaltungsforum. Anlass der Fachtagung: Jeder Deutsche wirft laut der Uni Stuttgart im Durchschnitt 86 kg verzehrbare Lebensmittel weg, von denen etwa 52 kg noch genießbar wären.

Agnes Streber, Geschäftsleiterin vom Ernährungsinstitut KinderLeicht in München, sieht es als eine Schande an, dass so viele kostbare Lebensmittel in den Müll wandern. „Dagegen müssen wir etwas tun“, so die Ökotrophologin und ausgebildete Köchin. Zusammen mit ihrem interdisziplinären Team rief sie die essensWert Fachtagung ins Leben. „Ziel der Veranstaltung ist es, alle Akteure der Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft bis hin zum Handel – zu vernetzen, um innovative Strategien gegen Lebensmittelverschwendung zu generieren“, erläutert Agnes Streber. 

Geladen waren ExpertInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien. Martin Neumeyer, Amtschef Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nannte in seinen Grußworten die Zahl von knapp 11 Millionen Tonnnen Lebensmittelverluste im Jahr 2012 für vDeutschland. Die Europäische Kommission forderte die EU- Mitgliedstaaten dazu auf, bis zum Jahr 2020 die Ensorgung von noch genießbaren Lebensmitteln zu halbieren und Anreize für Veränderungen auf Ebene der Erzeugung und des Verbrauchs zu schaffen. „Unser Ziel ist es, den Lebensmitteln wieder den Wert zu geben, der ihnen als Mittel zum Leben zusteht“, so der Amtschef weiter. Das Bewusstsein müsse auf allen Stufen der Wertschöpfungskette geschärft werden. Den Eröffnungsvortrag „Für eine Welt ohne Hunger“ hielt Bärbel Dieckmann, die Präsidentin der Welthungerhilfe. Dabei ging sie auf die unterschiedlichen Ursachen von Nahrungsmittelverlusten ein und zeigte die Zusammenhänge zwischen dem Konsumverhalten in den Industrieländern und der Lebenssituation der Armen in Schwellen- und Entwicklungsländern. 

Weitere Vorträge beinhalteten die Themen u.a. „Valorisierung von Gemüse-Nebenprodukten – Mehrwert aus Nebenströmen“, „Cradle to Cradle – Intelligent Verschwenden. Von weniger zu mehr: Nährstoffe in Kreisläufen“. Die essensWert Fachtagung ist integrales Element der Bayerischen Infokampagne essenWert zur Redu- zierung von Lebensmittelabfall. Gefördert wird diese u.a. vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.essenswert-bayern.de

Nicole Burk

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