Prävention zeigt Wirkung

Erneute Welle von „Callcenterbetrug“ durch falsche Polizeibeamte

Hinweisplakat „LEG AUF“ zum Thema „Betrug an Senioren“.
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Die Polizei warnt vor falschen Polizeibeamten.

Eichenau – Die Germeringer Polizei musste feststellen, dass die Betrugsmasche der „falschen Polizeibeamten“ im Laufe der vergangenen Tage erneut wie schon am 9. November über Eichenau hereingebrochen ist.

Immer wieder wurden bevorzugt ältere Mitbürger in Eichenau von Anrufern behelligt, die sich mal als Angehörige des Landeskriminalamts, der Kripo Fürstenfeldbruck oder München, oder gar als Angehörige der Germeringer Polizei ausgaben.

„Die dreisten Ganoven tischten dabei den angerufenen Senioren stets die ‚alte Räuberpistole‘ auf, wonach in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eingebrochen worden sei und man bei drei festgenommenen Einbrechern eine Liste sicherstellen konnte, auf der sich die Adresse der jeweils Angerufenen wiederfindet. Daher sei es nötig die Verstecke von Wertsachen und Geld preiszugeben beziehungsweise Geld oder Wertsachen einem Polizisten an der Wohnungstüre zur sicheren Aufbewahrung bei der Polizei zu übergeben“, berichtet der Erste Polizeihauptkommissar Andreas Ruch.

Die andere Variante der Betrüger geht noch einen Schritt weiter, wonach die Angerufenen gleich ihre Ersparnisse von ihrer Bank abheben sollen und im Anschluss unmittelbar Polizeibeamten übergeben sollen, weil die Bankmitarbeiter angeblich mit den Einbrechern unter eine Decke stecken. Glücklicherweise blieben alle der Germeringer Polizei mitgeteilten Anrufe der Betrüger im Versuchsstadium stecken, weil die angerufenen Senioren die Masche bereits aus der Presse kannten und die Gespräche meist von sich aus vorzeitig und resolut beendeten.

Germeringer Polizei erfreut über Entwicklung

Die Germeringer Polizei ist über diese Entwicklung hoch erfreut, da die polizeilichen Präventionskampagnen, etwa „LEG AUF“ , bezüglich der Aufklärung über die Betrugsmasche langsam Wirkung zeigt.

Dennoch möchte die Germeringer Polizei die erneute Welle von Anrufern zum Anlass nehmen weiterhin vor dieser Trickbetrugsmasche zu warnen und den Bürgern die folgende Verhaltenstipps an die Hand geben:

Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!

Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung von Geldbeträgen ein!

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!

Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!

Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

pi

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