Erscheinungsbild soll sich ändern

Kindergarten und Wohnungen - Buchenauer Platz im Umbruch

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Das Straßenbild am Buchenauer Platz wird sich verändern. Im September soll mit dem Abriss des Gebäudes des Kindergartens „Villa Kunterbunt“

Im Zuge des Neubaus einer Kinderkrippe am Buchenauer Platz soll auch ein dreigeschossiges Gebäude für elf bis 15 Wohnungen errichtet werden – allerdings nicht wie von der Verwaltung vorgeschlagen auf dem Gelände des jetzigen Spielplatzes, sondern direkt am Buchenauer Bahnhof.

Das Straßenbild am Buchenauer Platz wird sich verändern. Der Bahnhofsumbau ist bereits in vollem Gange und im September soll mit dem Abriss des Gebäudes des Kindergartens „Villa Kunterbunt“ begonnen werden, nachdem dieser seine neuen Räumlichkeiten an der Senserberg-/Erlenstraße bezogen hat. Auf dem Areal ist ein Neubau für eine Kinderkrippe mit drei Gruppen vorgesehen, mit dessen Fertigstellung im Herbst 2020 gerechnet wird. Parallel zu den Abrissarbeiten werden in der bestehenden Containeranlage Umbauarbeiten für den provisorischen Betrieb einer Kinderkrippe mit zwei Gruppen vorgenommen. 

Auf dem alten Spielplatzgelände sollen Wohnungen errichtet werden

Der angrenzende öffentliche Spielplatz wird dann als Freifläche für die Krippe beansprucht. Ginge es nach den Plänen der Verwaltung, würde der Spielplatz auf das gegenüberliegende Grundstück südlich des Bahnhofs verlegt werden. Auf dem etwa 800 Quadratmeter großen Gelände des alten Spielplatzes könnte so ein Gebäude für bis zu 15 Wohnungen errichtet werden. Man könne so dem „aktuellen Wohnungsdruck entgegenwirken und dem Ziel, städtische Grundstücke möglichst sinnvoll zu nutzen, gerecht werden“, heißt es dazu in einer Stellungnahme des Bauamts. 

Den Platzcharakter aufwerten

Die Idee stieß bei den Mitgliedern des Bauausschusses sowie des Haupt- und Finanzausschusses, die gemeinsam tagten, prinzipiell auf positive Resonanz, nicht jedoch die Wahl des Standorts. Andreas Lohde (CSU) sähe die Wohnbebauung lieber im Norden und in der Mitte stattdessen einen öffentlichen Raum samt Spielplatz. So könne man den Platz-Charakter aufwerten. Angesichts des „blauen Hauses“ an der Nordseite des Bahnhofs sieht Lohde bei dieser Variante zudem weitaus mehr Gestaltungsmöglichkeiten. „Das kann dann über eine reine Wohnbebauung hinaus gehen, mit zusätzlichen Läden, Praxen oder Büros beispielsweise“, erläutert der CSU-Fraktionssprecher. Die Verwaltung solle dies prüfen und Ideen dazu entwickeln. Jan Halbauer (Grüne) plädierte dafür, „sich insgesamt nochmal Gedanken zu machen, wie man den Platz besser gestalten kann“, da die Aufenthaltsqualität sehr zu wünschen übrig ließe. Halbauer möchte bei der Gestaltung des Platzes auch die Anwohner mit einbinden. Zeit dafür bliebe, da die neue Krippe ihren Betrieb erst 2020 aufnimmt.

Zierl (Partei&Frei): Spielplatz an seiner alten Stelle für Kleinkinder ungeeignet

Auch Alexa Zierl (Die Partei & Frei) sprach sich dafür aus, den Spielplatz an seiner alten Stelle wiederherzustellen. Sie hält einen Spielplatz auf der stark frequentierten Fläche direkt an den Bahnhofszugängen vor allem für Kleinkinder ungeeignet. Laut einstimmigen Beschluss der beiden Ausschüsse, soll die Verwaltung nun prüfen, wie ein Gebäude mit Wohnungen und eventuell Gewerbe südlich des Buchenauer Bahnhofs realisiert werden kann. Der Spielplatz soll nach Fertigstellung der Krippe wieder am selben Ort in der Mitte Platzes entstehen.

 Peter Fischer

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