Erster Familienstützpunkt

Bunte Hände für bunte Familien

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Eltern und Kinder des Deutsch-Arabischen Treffs „Let‘s play“ und der Opstapje-Eltern-Kind-Gruppe feiern die Eröffnung des neuen Familienstützpunktes im Brucker Stadtteilzentrum West.

Fürstenfeldbruck – Der erste Familienstützpunkt im Landkreis hat eröffnet. Dort finden Eltern und ihre Kinder Beratung bei allen Fragen rund um die Familie. Das Angebot soll es schon bald flächendeckend im Landkreis geben. Insgesamt sind acht derartige Stützpunkte geplant.

Das neue Türschild am Stadtteilzentrum West in Fürstenfeldbruck, das Landrat Thomas Karmasin und Joachim Bucher, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, bei der Einweihung enthüllten ist bezeichnend: Unter dem Schriftzug „Familienstützpunkt“ sind eine Reihe bunter Hände zu sehen. „Mit der Hand grüßen wir uns, sie spendet Schutz und Trost“, sagt die Leiterin des Stützpunkts, Martina Hübner. Alles das können Familien ab sofort auch in der Einrichtung erfahren.

Insgesamt 85 derartige Einrichtungen gibt es in Bayern bereits. Im Brucker Landkreis ist der Stützpunkt unter der Trägerschaft der Elternschule, die dem Diakonischen Werk angehört, die erste. Doch sie soll nicht die einzige bleiben, wie Karmasin ankündigte: „Wir wollen den Landkreis flächendeckend versorgen.“ Der nächste von insgesamt sieben weiteren Familienstützpunkten wird wohl schon bald in Puchheim im dortigen Kinderreich eröffnen.

Angebote nur für Väter und für Alleinerziehende

Der Landkreischef verwies darauf, dass die althergebrachte Vorstellung einer Familie – Vater, Mutter, Kind – nicht mehr allerorts gegeben ist. „Diese Entwicklung müssen wir auffangen“, sagte Karmasin. Im Familienstützpunkt soll es deshalb auch neue Angebote nur für Väter oder Gruppen für Alleinerziehende geben, sagte Hübner.

Darüber hinaus sehen sie und Bucher das Zentrum in einer „Lotsenrolle“. Dort sollen hilfesuchende Eltern bedarfsgerecht zu anderen sozialen Einrichtungen oder Familienangeboten vermittelt werden. „Viele Familien wissen gar nicht, welche Angebote es gibt“, sagte Dekan Stefan Reimers. Das Familienzentrum soll deshalb vernetzen und zur Anlaufstelle für die Eltern und ihren Nachwuchs werden.

Guter Start für das Angebot

Brucks amtierender Bürgermeister Erich Raff sieht in dem Familienstützpunkt „einen Gewinn für die Zukunft unserer Kinder und Familien“. Und Bucher war sich sicher: „Die Eröffnung heute ist ein guter Start für das neue Angebot.“ Und diesen guten Start unterstützten auch die künftigen Nutznießer des neuen Angebots: Die Eltern und Kinder des Deutsch-Arabischen Treffs „Let‘s play“ und der Opstapje-Eltern-Kind-Gruppe sangen zur Feier des Tages ein Ständchen und ließen bunte Luftballons steigen.

Andreas Daschner

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