150 Gäste weniger als erwartet: Schwarz-Weiß-Ball im Stadtsaal

Nicht zu bunt war Pflicht

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Rund 220 Gäste tummelten sich auf dem Parkett des Staatsaales.

Fürstenfeldbruck – Wer eine rauschende Ballnacht erleben wollte, der war mit dem Besuch des ersten Fürstenfeldballs vom Puchheimer Tanzsportclub Alemana und des Tanz- und Turnierclubs München am Samstag gut beraten. Tanzbegeisterte verwandelten die Brucker Stadthalle in einen großen Ballsaal. Der einzige Wermutstropfen: statt der erhofften 370 kamen nur 220 Besucher.

„Es war eine gelungene Veranstaltung“, resümierte dennoch Alemana-Präsident Georg Stockinger. „Alle waren voll des Lobes.“ Vor allem von der Tanzkapelle „Em zwo“, die für Stimmung sorgte, waren die Besucher begeistert. Die Tombola wurde ebenso gut angenommen. „Alle Lose wurden verkauft, kein Preis blieb übrig.“ Ob eine Wiederholung des Galaballs stattfinden wird, wollte sich Stockinger zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. „Wir werden uns zusammensetzen und dann sehen wir weiter.“ Alle kamen in eleganter Abendgarderobe, zurückgewiesen werden musste wegen zu bunter Kleidung jedenfalls keiner, wie Stockinger im Vorfeld angedroht hatte. „Ein Schwarz-Weiß-Ball ist eben der elegantere Ball, der zu unserer Tanzmusik besser passt“, meinte dazu der TTC-Präsident Peter Otto. „Die Leute wollen ein höheres Niveau. Wir sind dem Wunsch von Herrn Stockinger, den Ball in Fürstenfeld wieder aufleben zu lassen, gern nachgekommen. Mit einigen Auftritten steuern wir zu einem gelungenen Abend bei. Der Schwerpunkt steht aber auf Tanzen und den Abend genießen“, sagte Otto, der sich begeistert vom Ambiente Fürstenfeld zeigte. 

„Wir tanzen nie in Jeans, sondern immer nur in schönen Kleidern“, sagte Alemana-Schatzmeisterin Birgit Stockinger, „außerdem wollen wir den Fürstenfeldball am Leben erhalten“, ergänzte ihr Ehemann. „Und der war schon immer ein Schwarz- Weiß Ball. Und damit er wirklich nicht ausstirbt, haben wir uns mit dem uns befreundeten TTC München zusammengetan.“ „Der Stadtball und der Fürstenfeldball haben Tradition gehabt“, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff, der mit Gattin Elke den Galaball besuchte. „Deshalb freut es mich, dass er in anderer Weise durch die beiden Tanzclubs wieder auflebt.“ „Wir sind hier, weil wir gerne tanzen und uns einen schönen Abend mit netten Leuten erhoffen“, sagte Dieter Roiger, und seine Gattin Roswitha aus der Kreisstadt fügte hinzu: „Ein Schwarz-Weiß-Ball hat so etwas Elegantes an sich, aber ich mag natürlich auch Maskenbälle.“ Die wiederum mag Dr. Manfred Weiß nicht so gern. Er und seine Gattin Ingeborg sind Mitglieder im Puchheimer Tanzsportclub. „Ich habe mich als Kind schon nicht gern maskiert. Die Ankündigung hinsichtlich der Geraderobe hätte meiner Meinung nach nur nicht so streng sein sollen, vielleicht wären dann doch ein paar mehr Gäste gekommen“, spielte Weiß auf die dann doch etwas ernüchternde Besucherzahl an. Die, die da waren, hatten jedenfalls umso mehr Platz auf der Tanzfläche. Eine Klasse für sich waren die beiden Auftritte der Deutschen Vizemeister in den Lateinamerikanischen Tänzen, Sonja Schäufler und Engin Önder. Viel Beifall erhielt auch die JazzModernDance Formation „Sneakers“ mit Ornella de Masi und den gesellschaftlichen Abschluss bildete die Münchner Francaise um Mitternacht.

Dieter Metzler

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