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Erstes Objekt der Wohnbaugesellschaft des Landkreises Fürstenfeldbruck vorgestellt

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Von: Miriam Kohr

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Beim Auftakt zur Bürgerbeteiligung (von links): Architekt Norbert Thaler, die Geschäftsführer der WBG Markus Ostermair und Dr. Christoph Maier, Grafikerin Mirjam Mössmer, Architektin Ursina Thaler-Brunner, Projektleiterin Regina Faber sowie Stadtbaurat Johannes Dachsel.
Beim Auftakt zur Bürgerbeteiligung (von links): Architekt Norbert Thaler, die Geschäftsführer der WBG Markus Ostermair und Dr. Christoph Maier, Grafikerin Mirjam Mössmer, Architektin Ursina Thaler-Brunner, Projektleiterin Regina Faber sowie Stadtbaurat Johannes Dachsel. © WBG Landkreis FFB

Fürstenfeldbruck – Wohnungen sind Mangelware, bezahlbarer Wohnraum gar vom Markt gefegt. Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) im Landkreis Fürstenfeldbruck GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, dies im Landkreis zu ändern.

Nun hat das Team von Geschäftsführer Christoph Maier und die planenden Architekten das erste Wohnprojekt vorgestellt, das in Fürstenfeldbruck umgesetzt wird.

Ein ungewöhnliches Konzept

„Friedrich Ebert 17“ heißt das Bauprojekt zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schlesierstraße, das heuer noch Spatenstich feiern und bereits 2024 bezugsfertig sein soll. Das Wiener Architekturbüro „ThalerThalerArchitekten“ hat seinen Entwurf mit einen für Deutschland noch ungewöhnlichem Konzept vorgestellt. Ein Gehweg, der die beiden Grundstücke verbindet, ein großer Garten, wo Gemüse angebaut werden kann, eine gemeinsame Waschküche und eine offene Werkstatt im Untergeschoss – all das soll helfen, die Nachbarn zusammen zu bringen. „So läuft das Kennenlernen ganz automatisch“, weiß Architekt Norbert Thaler, der selbst in so einem Wohnkonzept lebt.

So sollen die zwei Gebäude in Fürstenfeldbruck einmal aussehen.
So sollen die zwei Gebäude in Fürstenfeldbruck einmal aussehen. © ThalerThalerArchitekten

Die beiden Gebäude mit insgesamt zwölf Wohnungen haben eine ökologische und nachhaltige Holzbauweise, mit Holzverkleidung, Solaranlage auf dem Dach und größter Wahrscheinlichkeit eine Wärmepumpe. „Die Mitte von verdichteter Bauweise und gutes Einfügen in die Umgebung“ sei hier laut Maier perfekt getroffen worden.

Eine gute soziale Mischung

Regina Faber versicherte, dass die Anwohner bisher positiv auf die Pläne reagiert hätten. Bereits Frühzeitig habe man diese mit einer Bürgerbeteiligung einbezogen. 250 Flyer zum Objekt wurden verteilt und vor Ort zu einer Infoveranstaltung im Juli eingeladen. Mit rund 40 Leuten habe man sich zwei Stunden über die Planungen unterhalten, Fragen beantwortet sowie Sorgen und Bedenken ernst genommen. Neben der Parkplatzsituation, die Höhe der Gebäude und wie gebaut wird, beschäftigte die Anwohner auch, wer in die Wohnungen einziehen wird. Maier erklärt, dass ein Grundstock an Wohnungen vom Landkreis für deren Mitarbeiter reserviert sind, da auch die Grundstücke vom Landkreis kämen. Der Rest wird an Bürger vermietet, welche die Förderkriterien erfüllen. Allerdings werde darauf geachtet, dass sich eine „gute soziale Mischung“ ergeben wird, versichert Maier. Die Projektkosten belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro. Der Spatenstich soll heuer noch über die Bühne gehen, auch hierzu würden wieder Anwohner eingeladen werden. Parallel zu diesem Bauprojekt ist die WBG in der Planung an Projekten in Mittelstetten, Mammendorf, Fürstenfeldruck, Maisach und Alling.

Projekt-Steckbrief

Zwei Grundstücke im Westen an der Schlesierstraße und im Osten an der Friedrich-Ebert-Straße.

Anzahl: Zwölf Wohnungen in zwei Baukörpern

Wohnungstypen: 1 bis 3 Zimmer-Wohnungen

Fertigstellung: 2024

Fördermodell: EOF/Einkommensorientierte Förderung

Weitere Infos: www.bezahlbarwohnen.bayern

Miriam Kohr

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