Erzbischof Marx zelebrierte Pontifikalamt zum 900. Todestag der Seligen Edigna

„900 Jahre dichteste Begleitung durch die selige Edigna, das ist für Puch ein großes Geschenk und eine Bereicherung. Nicht jede Gemeinde im Erzbistum verfügt über so etwas Wertvolles.“ So wertete Erzbischof Dr. Reinhard Marx im Pontifikalamt zum 900. Todestag in der Pucher Kirche St. Sebastian und Selige Edigna das wundertätige Wirken und das Vorbild der seligen Edigna.

In seiner Predigt erklärte der Erzbischof von München und Freising weiter, die Menschen bräuchten solche Orte und Zeichen der Erinnerung, um zu lernen, woher sie kommen, wohin sie gehen und was „wir als Christen nachhaltig im Blick behalten“ müssten. Die selige Edigna habe mit ihrem Vertrauen auf Gott die wahre Freiheit eines Christen vorgelebt, und damit gezeigt, dass ein Mensch alles geben kann, wenn er sich auf Gott einlasse. Wörtlich erklärte Erzbischof Marx: „Wenn die Liebe Gottes unter uns Wirklichkeit ist, dann ist alles möglich. Dann können wir Vieles, was wir uns sonst nicht zutrauen würden.“ Im Festgottesdienst mit dem Erzbischof, Stadtpfarrer Michael Bayer und Kaplan Markus Bittner am vergangenen Sonntag drängten sich die Gläubigen. Der Chor und das Orchester unter der Leitung von Barbara Baumann-Deissler glänzten mit der Aufführung der Spatzenmesse von W. A. Mozart. Neben den vielen Gottesdienstbesuchern aus Puch und der Region waren mit dem Landtagsabgeordneten und ehemaligen Staatsminister Thomas Goppel, dem Brucker Oberbürgermeister Sepp Kellerer und Landrätin Gisela Schneid sowie einigen Kreis- und Stadträten die politische Prominenz gekommen. Als Vertreter der Ukraine war auch der Parlamentsabgeordnete Pjotr Juschtschenko, ein Bruder des ukrainischen Staatspräsidenten, in Begleitung seiner Ehefrau und Yuriy Yarmilko, Generalkonsul der Ukraine in München, angereist, um im Gottesdienst des 900. Todestages der Seligen zu gedenken. Nach dem Pontifikalamt trug sich bei strahlendem Sonnenschein Erzbischof Marx unter der tausendjährigen Linde direkt neben der Pucher Kirche in das Goldene Buch der Kreisstadt ein. Sein Wunschspruch für Puch lautete: Pax et Bonum, Friede und alles Gute. Beim anschließenden Festessen für geladene Gäste überreichte OB Kellerer dem Erzbischof ein Gastgeschenk und lud ihn zu einem weiteren Besuch in die Kreisstadt ein. Auf Kelleres Hinweis, aufgrund der Kaisersäule, dem Ort an dem Kaiser Ludwig der Bayer 1342 bei einer Bärenjagd den Tod fand, könne man neben den Edignafestspielen jederzeit noch ein zweites produzieren, antwortete Erzbischof Marx schlagfertig: „Man könnte das auch kombinieren: Die selige Edigna trifft Kaiser Ludwig.“

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