Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport

Fürstenfeldbrucker Skaterpark soll wachsen

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Für etwa 200.000 Euro soll der Skaterpark in Fürstenfeldbruck erweitert werden.

Der Skatepark hinter dem Hubschrauberlandeplatz der Brucker Feuerwehr in der Landsberger Straße soll erweitert werden.

Fürstenfeldbruck – Der Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport stimmte einem entsprechenden Antrag des Stadtjugendrats einstimmig zu. Die Kosten werden mit rund 200.000 Euro veranschlagt. Ob aber bereits nächstes Jahr mit der Umsetzung begonnen werden kann, hängt nicht zuletzt von den anstehenden Haushaltsplanungen ab.

Verletzungen wegen zu hoher Frequentierung

Der 2009 errichtete Skatepark erfreut sich großer Beliebtheit. Vor allem in den Sommermonaten platzt die Anlage zwischen Feuerwache und BMX-Bahn förmlich aus allen Nähten. Dann wird es eng und zuweilen auch gefährlich, denn neben Skatern kommen sich zunehmend auch immer mehr Inliner und Jugendliche mit Scooter oder Roller in die Quere. So gab es bereits einige Unfälle und Verletzungen aufgrund einer zu hohen Frequentierung. „Obwohl wir uns vor Ort gut organisieren und Rücksicht aufeinander nehmen ist der Andrang mittlerweile einfach zu groß“, berichtet Nico Frank, der seit über zehn Jahren Skateboard fährt und einer der Mitinitiatoren des Projekts ist.

Für Anfänger eher nicht geeignet

Zudem ist die Anlage für fortgeschrittene Nutzer konzipiert. Für viele Anfänger sind die vorhandenen Elemente wie beispielsweise Rampen oder Halfpipes „zu groß, zu steil oder generell schwierig zu bewältigen“, begründet Thomas Heiß, Vorsitzender des Stadtjugendrats den Antrag.

720 Quadratmeter große Erweiterung

Auch die Stadtverwaltung sieht sich aufgrund des großen Zulaufs „quasi zum Handeln gezwungen“, wie Landschaftsplanerin Kathrin Zifreund vor den Ausschussmitgliedern betonte. Zifreund hatte bereits im Frühjahr einen Workshop mit Stadtjugendräten, Vertretern der „Skater-Szene“ und einem auf die Konzeption von Skateparks spezialisiertem Unternehmen abgehalten. Die vorläufigen Planungen sehen vor, das 450 Quadratmeter große Areal um weitere 720 Quadratmeter auszubauen. Zum einen würde sich so die Situation entspannen, da sich die Anzahl der Personen besser verteilt, zum anderen könnten durch eine großräumigere Aufteilung auch verschiedene Bereiche mit anfängerfreundlichen Elementen oder speziell für Scooterfahrer angelegt werden. Die Kosten würden sich nach vorläufigen Schätzungen auf rund 200.000 Euro belaufen.

Schnelle Umsetzung geplant

BBV Stadtrat Andreas Ströhle findet es „super, dass die Skater von Anfang an miteinbezogen wurden“ und plädiert dafür, das Ganze möglichst rasch in einem Zug umzusetzen, wogegen Claudia Calabrò (SPD) das Projekt insgesamt zwar auch befürwortet, angesichts der Summe aber lieber in mehreren Schritten vorgehen möchte, um den Betrag zu staffeln. „Wir sollten den Ehrgeiz haben, das in 2019 durchzuziehen“ konterte Klaus Wollenberg (FDP). Dies sei ein „völlig klar geplantes und organisiertes Projekt. Es geht nur noch darum, damit anzufangen.“ Die 200.000 Euro wären nach Meinung des Kulturreferenten „bei etwas gutem Willen allemal zu stemmen.“ Unterstützung erhielt Wollenberg von Jan Halbauer (Grüne), der in dieser Angelegenheit auch „Gas geben will.“ OB Erich Raff (CSU) erinnerte an die angespannte Haushaltslage und daran, dass es ich hier um eine sogenannte „freiwillige Leistung“ handelt, die die Kommunalaufsicht auch wieder aus dem Haushalt streichen könne, wie letztes Jahr mit den vorgesehenen Mitteln für das Sportzentrum III geschah.

Beginn von Haushalt abhängig

Letztlich wurde dem Antrag einstimmig zugestimmt und die bisherigen Planungen sollen weitergeführt unter Einbeziehung der „Skater-Szene“ und dem Sportbeirat weitergeführt werden. Wann jedoch tatsächlich mit Umsetzung begonnen wird, werden wohl erst die anstehenden Haushaltsberatungen zeigen.

Peter Fischer

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