Einweihung des neuen Einsatztrainingsgebäudes der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege - Fachbereich Polizei

Früheres Forstamt ist jetzt Einsatztrainingsgebäude der Polizei-Fachhochschule

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v.l. n. r.: Michael Maresch, Erster Polizeihauptkommisar, Leiter Polizeiliches Einsatzverhalten am Fachbereich Polizei, der Präsident der FHVR, Hermann Vogelgsang, Walter Kimmelzwinger, Polizeipräsident Oberbayern Nord.

Fürstenfeldbruck – In Anwesenheit des Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord und des Präsidenten der öffentlichen Fachhochschule, Hermann Vogelgsang, wurde am 3. Juli das Gebäude des ehemaligen Forstamtes FFB in der Dachauer Straße 50 als neues Einsatztrainingsgebäude der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege - Fachbereich Polizei - den Medien vorgestellt und für den Betrieb freigegeben. 

 Die Studierenden der Fachhochschule, sowohl erfahrene Beamte der 2. Qualifizierungsebene (Polizeibeamte mit grünen Sternen), als auch sogenannte Direkteinsteiger (Abiturienten) haben während ihres Studiums im Kloster Fürstenfeld neben vielen theoretischen Fächern auch das praktische Fach „Training im Polizeilichen Einsatzverhalten (PE)“ abzuleisten. PE-Training besteht aus Taktikunterricht, Selbstverteidigungs- und Festnahmetraining, Waffenhandhabungs- und Schießtraining und realitätsnahen Rollentrainings.

 Diese Trainings sind zwingend notwendig, um in Hochstresssituationen als Polizeibeamter richtig zu reagieren. In dem neuen PE-Trainingsgebäude sollen realitätsnahe Rollentrainings mit und ohne Farbmarkierungsmunition trainiert werden. Dabei sind die Beamten mit Übungswaffen und Farbmarkierungsmunition, Übungssprays und gepolsterten Einsatzstöcken ausgestattet und bewältigen verschiedene Szenarien, die ihnen auch im Streifendienst begegnen können. 

Dabei werden vorrangig solche Einsätze gewählt, die für die Beamten schwierig zu bewältigen sind, weil für sie ein hoher Handlungsdruck vorliegt. Dabei sollen die Beamten grundsätzlich versuchen, die Situationen kommunikativ und taktisch geschickt zu lösen, so dass eine Anwendung von Gewalt nicht erforderlich wird. Es werden aber auch Beispiele dargestellt, in denen die Beamten sofort eingreifen müssen, um Gefahren abzuwehren oder im Laufe der Einsatzbewältigung angegriffen werden und sich verteidigen müssen. In diesen Fällen ist es wichtig, den sog. Unmittelbaren Zwang mit oder ohne Waffen rechtlich einwandfrei anzuwenden. Dabei werden die Beamten gefilmt und werten im Anschluss ihr eigenes Einsatzverhalten unter Beratung eines Trainers aus. Die verwendeten Übungspistolen verschießen eine Farbmarkierungsmunition mit niedriger Geschoßenergie und sind so leise, dass man außerhalb des Gebäudes nicht hören wird, wenn innen geschossen wird.

 Neben den Studierenden der Fachhochschule werden auch Einsatztrainer des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord das Gebäude nutzen, um mit den Polizeibeamten der Polizeiinspektion, Kriminalpolizei- und Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck sowie der umliegenden Polizeiinspektionen zu trainieren.

Erster PHK Michael Maresch 

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