Gesundheitsamt warnt

Fälle von Keuchhusten häufen sich

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Bei Symptomen sofort zum Arzt: Der Keuchhusten geht im Landkreis um.

Seit November 2016 verzeichnet das Gesundheitsamt vermehrte Fälle von Pertussis oder Keuchhusten mit einem Schwerpunkt in Germering. So wurden im November 2016 für den ganzen Landkreis 31 Fälle gemeldet, davon 20 allein aus Germering. Im Dezember waren es bisher 20, davon 12 aus Germering.

Auffällig ist, dass ungewöhnlich viele Schul- und Kindergartenkinder betroffen sind.

Die drei Stadien des Keuchhustens

Nach einer Inkubationszeit von etwa sieben bis zehn Tagen beginnt das erste Stadium des Keuchhustens mit grippalen Symptomen wie Schnupfen, leichtem Husten, Schwäche und keinem oder nur geringem Fieber. Etwa ein bis zwei Wochen später beginnt im zweiten Stadium der eigentliche Husten mit anfallsweise auftretenden Hustenstößen (Stakkatohusten), gefolgt von einem pfeifenden Geräusch bei der Einatmung. Die Hustenattacken gehen häufig mit Hervorwürgen von zähem Schleim und anschließendem Erbrechen einher. Die Attacken können zahlreich sein und treten gehäuft nachts auf. Fieber fehlt oder ist nur geringfügig ausgeprägt. Dieses Stadium dauert länger, meist vier bis sechs Wochen. Danach, im dritten Stadium, klingt der Husten langsam ab.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen verläuft der Keuchhusten oftmals als lang dauernder Husten ohne die typischen Hustenanfälle.

Die Ansteckungsfähigkeit beginnt am Ende der Inkubationszeit, erreicht ihren Höhepunkt während der ersten beiden Wochen der Erkrankung und nimmt danach langsam ab.

Mit Impfungen vorbeugen

Durch eine rechtzeitige Schutzimpfung kann man einer Erkrankung vorbeugen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt, bei Kindern nach der Grundimmunisierung im Säuglingsalter jeweils im Alter von etwa sechs und 15 Jahren eine Auffrischungsimpfung durchzuführen. Besonders gefährdet durch Keuchhusten sind Säuglinge und Patienten mit chronischen Lungenerrankungen. Weil Säuglinge unter zwei Monaten noch nicht geimpft werden können, sollte zumindest deren gesamtes engeres Umfeld, also Eltern, Großeltern und Geschwister, geimpft sein.

Jugendliche und Erwachsene sollten ihren Impfschutz alle zehn Jahre zusammen mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie auffrischen. Eine Impfung allein gegen Keuchhusten ist derzeit nicht möglich.

Landratsamt FFB

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