Puchheimer um 400 Euro gebracht

Ungezieferbeseitigung kann teuer werden – Betrüger unterwegs

Kammerjäger mit Schutzanzug sprüht Mittel gegen Ungeziefer in die Küche
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Falsche Kammerjäger geben im Internet und am Telefon vor seriös zu sein, ihre Leistungen sind jedoch purer Schwindel, für die sie oft viel Geld verlangen.

Puchheim - 29-Jähriger will Ungeziefer los werden und fällt auf falschen Kammerjäger herein.

Ein 29-Jähriger Mann aus Puchheim durchforstete am 28. Dezember das Internet nach einer geeigneten Schädlingsbekämpfungsfirma, weil er Ungeziefer in seiner Wohnung beseitigen lassen wollte. Dabei stieß er auf einer entsprechenden Plattform auf einen angeblichen Kammerjäger aus der Region, der unter einer 0800-Hotline -Telefonnummer zu erreichen war. Nach einem ersten Gespräch bei der Hotline vereinbarte er nach einer entsprechenden Vermittlung einen Termin zur Schädlingsbeseitigung vor Ort in seiner Wohnung. Zum Termin am Dienstag, 29. Dezember, um 10 Uhr erschien ein angeblicher Kammerjäger, welcher sämtliche Möbel des Puchheimers mit einer unbekannten Substanz einsprühte.

400 Euro aber keine Rechnung

Der Wohnungsinhaber bezahlte für diese Einsprühaktion knappe 400 Euro über ein mitgebrachtes EC-Karten-Lesegerät, welches der Kammerjäger ihm zur bargeldlosen Bezahlung vorlegte. Der 29-jähriger Puchheimer wurde jedoch stutzig, als er trotz Aufforderung keine Rechnung erhielt und sich der Schädlingsbekämpfer kurze Zeit später einfach verabschiedete.

Sperrung der EC-Karte kam zu spät

Der verdutzte Wohnungsinhaber kontaktierte daraufhin telefonisch eine „Echtfirma“, welche ihm versicherte, dass er offensichtlich auf einen Betrüger hereingefallen ist. Daraufhin sperrte der Puchheimer sofort seine EC-Karte, der Geldbetrag konnte jedoch durch seine Bank nicht zurückgebucht werden.

Die Germeringer Polizei ist jedoch zuversichtlich dem „Betrüger“ aufgrund des EC-Kartenlesegerätes noch auf die Schliche zu kommen.

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