Aus dem Alltag der kleinen Anna

Für Familie Britzlmair hat die Corona-Krise auch etwas Gutes - der  Hofverkauf läuft super

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Anna mit Papa Markus Britzlmair auf einem ihrer Touren zum Acker.

"Wegen der Ansteckung mit dem Corona-Virus“, schmettert mir die fünfjährige Anna Britzlmair aus Puch entgegen, als ich sie frage, warum sie denn nicht im Kindergarten ist.

Fürstenfeldbruck– „Das finde ich ganz blöd`“, fügt sie hinzu. Selbst wenn sie krank war, wollte sie unbedingt in den Kindergarten „Aichhörnchen“ in Aich, fügt ihre Mama Ingrid hinzu. Und auf die Frage, ob sie denn einen Freund oder eine Freundin im Kindergarten hat, antwortet die Kleine „ganz viele Freunde, die ich alle vermisse sowie auch Sandy, Karolin und Steffi“ – die Kindergärtnerinnen.

Anna ist überall dabei

„Aber“, so die aufgeweckte kleine Anna freudestrahlend, „alle Geburtstage werden im Kindergarten nachgefeiert, auch meiner. Ich hab am 17. April.“ Vorerst bis 19. April hat auch der Aicher Kindergarten geschlossen. Für Mama Ingrid Britzlmair hat sich dadurch nicht wirklich viel geändert. Die kleine Anna besucht ohnehin den Kindergarten nur am Vormittag. „Anna ist halt überall dabei, wenn ich auf dem Hofgelände unterwegs bin“, sagt sie. Für einige Minuten kann sie die Fünfjährige aber auch allein lassen. „Anna beschäftigt sich auch schon viel allein.“

Vorfreude auf die Schule

„Ich schreibe schon Buchstaben und Zahlen“, verkündet Anna stolz, „und lerne schon für die Schule. Ich habe auch schon einen Schreibtisch und einen Schulranzen. Und rechnen kann ich auch schon.“ Wegen ihr könnte die Schule schon gleich losgehen, meinte Mutter Ingrid. Häufig spielen Mutter und Tochter gemeinsam Schule. „Da ist mal die Mama, mal ich die Lehrerin“, so die Fünfjährige.

Feste Aufgaben wie Eiersortieren

Aber, wie es auf einem Bauernhof halt so ist, hat auch die kleine Anna bereits einige kleine Pflichten zu erledigen. Langweilig wird ihr jedenfalls nicht auf dem Hof in Puch. So lässt Anna jeden Morgen ihre zwei Hasen „Lotti und Flocki“ raus und sperrt sie am Abend wieder ein. „Und ich hab` noch eine Aufgabe“, ruft sie nach kurzem Überlegen aus: „Die Hühner versorgen und Eier sortieren.“ Dann macht sie vor, wie das funktioniert mit dem Eiersortieren. „Das könnt sie stundenlang machen“, sagt Mama Ingrid. Gern fährt Anna auch mit ihrem Papa aufs Feld zum Ackern mit dem Traktor mit. Dafür hat sie eigens einen Kindersitz.

Hofverkauf ist gewaltig angestiegen

Die Corona-Krise spüren Markus und Ingrid Britzlmair auch, aber doch ein wenig anders. Der Hofverkauf von Eiern, Mehl und Nudeln ist seitdem gewaltig angestiegen. Zwei, dreimal am Tag muss die kleine im Hof errichte Verkaufshütte aufgefüllt werden, berichtet Markus Britzlmair, der bei den Kommunalwahlen zum Brucker Stadtrat gewählt wurde. „Da habe ich nie und nimmer gerechnet“, meinte er zu seinem Einzug ins Stadtparlament.

Dieter Metzler

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