Deutsch-türkisches Kulturzentrum lud zum Iftar

Gemeinsames Fastenbrechen in Brucker Moschee

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Beim Iftar im Kulturverein steht das deutsch-türkische Verhältnis im Vordergrund – Pinar Usta stellt den Gebetsraum für Frauen vor.

Fürstenfeldbruck – Für die Muslime hat am 27. Mai der Fastenmonat Ramadan begonnen. Es ist eine besondere Zeit des Fastens und des Miteinanders. Dies nahm das deutsch-türkische Kulturzentrum in der Zadarstraße zum Anlass, Nachbarn, Bekannte, Vertreter der Stadt und christliche Gemeinden am Montag zum abendlichen Fastenbrechen einzuladen.

Auf diese Weise soll das deutsch-türkische Zusammenleben in Fürstenfeldbruck gestärkt werden. Ab der Morgendämmerung um etwa 3.40 Uhr bis zum Sonnenuntergang um etwa 21.30 Uhr ist Muslimen Essen und Trinken untersagt. Erst mit dem ,,Iftar“, dem gemeinsamen Abendessen, wird das Fasten täglich beendet. ,,Je länger die Tage andauern, desto länger müssen wir fasten“, erklärt Recep Atalar, Vorstandsmitglied des DTKZ. Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, weswegen der Fastenmonat mal 29, mal 30 Tage dauern kann. 2017 dauert er 29 Tage und endet am kommenden Samstag. 

Vor dem Abendessen ruft der Muezzin zum Abendgebet

Dass der Ramadan nicht nur für den Verzicht auf Essen und Trinken steht, erklärt Pinar Usta von der Frauengemeinschaft folgendermaßen: ,,In dieser Zeit sollten sich die Muslime auch in einem gewissen moralischen Rahmen bewegen. Wir versuchen in diesem Monat in uns zu gehen und uns darüber Gedanken zu machen, was für uns wichtig ist. Es geht auch darum, sich zu besinnen und ruhiger zu werden“, sagt sie. Auch daran, gerade im Sommer etwa 18 Stunden nichts zu essen und zu trinken, könne man sich nach etwa drei bis vier Tagen ganz gut gewöhnen. Auch der Durst lässt nach, wenn man tagsüber nichts isst. Vor dem Abendessen ruft der Muezzin zum kurzen Abendgebet in der Moschee auf. In den Gebetsraum, der mit Wandmalereien, Ornamenten, Buntglasfenstern sowie einem großen Kronleuchter bestückt ist, finden sich die Männer ein. Getrennt davon beten die Frauen im Frauenraum. 

Reis, Fleisch und türkische Linsensuppe

Im Anschluss durften Gastgeber und Gäste das festliche Abendessen genießen, das aus einem traditionellen Gericht mit Reis und Fleisch, Salaten sowie einer türkischen Linsensuppe bestand. Süßes Gebäck und schwarzer Tee wurden als Nachspeise gereicht. Die Stimmung beim Iftar war fröhlich und ausgelassen, die Leute redeten und aßen. Für die Muslime steht nach dem Essen noch ein Nachtgebet an. Und wenn die Morgendämmerung hereinbricht, ist wieder eiserne Enthaltsamkeit gefordert. 

Nicole Burk

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