Feierliche Kommandoübergabe in Fursty – Oberst Bernhardt Schlaak löst nach vier Jahren Brigadegeneral Klaus Habersetzer als Kommandeur der Offizie ...

Die Übergabe der OSLw von BG Habersetzer an Oberst Schlaak besiegelte der Kdr LwAusbKdo, BG Keller, mit einem symbolischen Händedruck. Alle Fotos: Dieter Metzler

Oberst Bernhardt Schlaak heißt seit dem 4. April der neue Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw). Der gebürtige Hamburger löst nach vier Jahren Brigadegeneral Klaus Habersetzer ab, der sich seit September des vergangenen Jahres in einem einjährigen Auslandseinsatz in Afghanistan befindet. Während seiner Abwesenheit nahm Oberst Helmut Ondrat die Aufgaben des Kommandeurs wahr.

An der feierlichen Kommandoübergabe durch den Kommandeur des Luftwaffen-Ausbildungskommandos, Brigadegeneral Rainer Keller, nahmen auf dem Air Force-Platz im Brucker Fliegerhorst neben den Angehörigen der OSLw auch zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil. Ihre Anwesenheit wertete Keller als ein beredtes Zeichen für das gute Verhältnis zwischen der Offizierschule und ihrer Garnisonsstadt Fürstenfeldbruck sowie der umliegenden Gemeinden. Sie stelle, „in einer Zeit, die angesichts der Stationierungsentscheidung sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die Angehörigen der Offizierschule mit Sorgen um die Zukunft belastet ist“, doch erneut die Verbundenheit eindrucksvoll unter Beweis. In diesem Zusammenhang wies Keller darauf hin, dass die Verlegung der OSLw an den Standort Roth sicher noch nicht in die Amtszeit des neuen Schulkommandeurs fallen wird. Habersetzers Dienstzeit in Fursty sei geprägt gewesen von großen Herausforderungen, ging Keller bei seiner Ansprache auf die besonders schweren Zeiten durch die Neuausrichtung der Bundeswehr ein, die in ihrem Umfang alle in der Vergangenheit vollzogenen Reformen in den Schatten stelle. „Sie haben sich um die Ausbildung und das Selbstverständnis unseres Offiziernachwuchses in besonderem Maße verdient gemacht. Sie haben die OSLw in einer schwierigen Zeit mit sicherer Hand sehr erfolgreich geführt“, dankte Keller dem scheidenden Kommandeur für seinen herausragenden Einsatz sowie für seine gradlinige und menschliche Art der Führung. Für die verbleibende Zeit seines Einsatzes in Afghanistan wünschte er Habersetzer, über dessen weitere Anschlussverwendung noch nicht entschieden ist, alles Gute. Als eine ganz besondere Zeit, die für ihn überaus bereichernd, aber auch sehr fordernd gewesen sei und ihn weiter geprägt habe, bezeichnete Habersetzer seine Verwendung als Schulkommandeur. Der gebürtige Augsburger wünschte den angetretenen Offizieranwärtern und –anwärterinnen des 106. und 107. Offizierlehrgangs, dass auch sie sich in 30 Jahren noch intensiv und so gut an Fursty und ihre OSLw erinnern, wie er, der 1977/78 seinen Offizierlehrgang hier absolvierte. „Und werden Sie studierende Offiziere und nicht Studenten“, rief er denjenigen zu, die im Anschluss nach ihrer Ausbildung an der OSLw ins Studium einsteigen. Habersetzer dankte zum Abschluss den drei Bürgermeistern der Kreisstadt sowie den Bürgermeistern der Nachbargemeinden und dem Landkreis für die gute Zusammenarbeit. Er bat weiterhin um ihren Beistand, um auch zukünftig die guten Rahmenbedingungen für die Lehrgangsteilnehmer bis zur Verlegung der OSLw nach Roth zu erhalten. Oberst Schlaak, der, wie seinerzeit auch Habersetzer, zuletzt vier Jahre Referatsleiter in der Bonner Dependance des Verteidigungsministeriums war, wünschte Brigadegeneral Keller für seine neue Aufgabe als Schulkommandeur alles Gute. Mit seinem Werdegang u.a. als Staffelchef in der Südost Türkei im Rahmen des Golfkrieges eingesetzt und drei Jahre als Referent im Stab Deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuss der NATO sowie seinen umfassenden Erfahrungen sei er gut gerüstet, so Keller, um sich mit Optimismus und Tatkraft der Ausbildung und Erziehung des Offiziernachwuchses zu widmen. Er hoffe, dass bald auch der richtige Dienstgrad dem Dienstposten folgen werde. Für den 52-jährigen Hanseaten, der 1980 seinen Offizierlehrgang in Fursty absolvierte, stelle nun die Offizierausbildung unter den veränderten Rahmenbedingungen eine große Herausforderung dar. „Wir wollen aber mit Mut und Optimismus in die Zukunft schauen“, sagte Schlaak, der vorerst noch nicht nach Fürstenfeldbruck umzieht, da zwei seiner drei Kinder sich gerade auf das Abitur vorbereiten. In Anschluss an die militärische Parade, die mit der Bayern- und Nationalhymne ausklang, fand für die geladenen Gäste ein Empfang im Offizierheim statt. Musikalisch gestaltet wurde die Militärparade vom Luftwaffenmusikkorps 1 aus Neubiberg.

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