Festakt 100 Jahre SPD

In 100 Jahren haben sich die Welt und ihr Bild stark verändert. Doch die SPD in Fürstenfeldbruck sei sich in ihren Zielen und Idealen immer treu geblieben, so der aktuelle Ortsvorsitzende Nikolaus Santin beim offiziellen Festakt zum 100-jährigen Bestehen. „Es ist ein besonderer und beeindruckender Geburtstag“, sagte Santin.

Selbst der CSU-Oberbürgermeister Sepp Kellerer schloss sich den Gratulanten an: „Mein Dank gilt den drei SPD-Bürgermeistern und all den Stadträten für ihr Engagement. Besinnen sie sich also immer ihrer Kräfte“, so Kellerer. Darauf ging auch Peter Braun, der frühere SPD-Oberbürgermeister Germerings, in seiner Eigenschaft als stellvertretender Landrat ein: „Wenn eine Partei so lange ihren Buckel hingehalten hat, wird sie nicht so leicht umgeblasen.“ Und der SPD-Unterbezirksvorsitzende Peter Falk riet, politisch und gesellschaftlich immer wach zu bleiben. Daher gelte es, fünf Grundsätze der Gründerväter der Sozialdemokraten stets zu beachten, so Franz Maget, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag. Er nannte das ständige Ringen um Freiheit, den Kampf für Demokratie, den Einsatz für friedliches Zusammenleben, das Streben nach einer gerechten Gesellschaft und den Kampf für faire Bildungschancen. „Angesichts dieser Grundwerte können wir stolz auf unsere Geschichte und Ideen sein“, sagte Maget. Denn die SPD sei trotz aller zuletzt erlittenen Wahlniederlagen ein zeitgemäßes Modell, in dem auch Antworten auf die Probleme der heutigen Zeit gegeben seien. Maget dazu: „Wenn wir uns den Wurzeln unserer Gründerväter wieder besser bewusst werden, können die Probleme besser bewusst werden.“ Die SPD dürfe nie ein Restwert in der Parteienlandschaft werden. Mit Stolz merkte Maget außerdem an, dass die SPD als einzige in Bayern vertretene Partei nie ihren Namen habe ändern müssen. In humorvoller Art kokettierte Maget mit dem Alter der Partei einerseits und den Erfolgen andererseits. „Johannes Heesters war schon 15 Jahre alt, als die Frauen erstmals wählen durften.“ Dem Wunsch der Menschen nach einer gerechten Welt müsse man ständig Rechnung tragen, schloss Maget. Im Rahmen des Festaktes wurden auch zwei verdiente Brucker Sozialdemokraten geehrt. Walter Schwarz würdigte den seit 40 Jahren der SPD zugehörigen dritten Bürgermeister Ulrich Schmetz „als politischen Guru“, auf den der Begriff Solidarität so gut passt wie zu kaum einem anderen. Gar seit 60 Jahren SPD-Mitglied ist Helmut Geys, auf den der SPD-Fraktionsvorsitzende Axel Lämmle die Laudatio hielt: „Geys ist ein Parteisoldat im besten Sinn, ein Urgestein mit Ecken und Kanten, die noch echt sind.“ Die musikalische Umrahmung zum Festakt gestalteten in würdevoll-angemessener Form Cora Jordache, Adrian Janke und Jonas Aumiller.

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