120 Jahre Feuerwehr Biburg

Löschfahrzeug zum Jubiläum

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Pfarrer Ottmar Klein gibt dem neuen LF20 der Biburger Feuerwehr den kirchlichen Segen
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Gleich doppelt Grund zum Feiern hatte die Feuerwehr Biburg. Nicht nur, dass die Wehr im Allinger Ortsteil 120 Jahre alt wurde – pünktlich zum Geburtstag gab es auch noch ein neues Fahrzeug, das nun unmittelbar vor den Jubiläumsfeierlichkeiten geweiht wurde.

FFB-BI 112 lautet das Kennzeichen des neuen LF20. BI steht dabei freilich für Biburg, die 112 für den Feuerwehr-Notruf. Nicht nur Allings Bürgermeister Frederik Röder findet dieses Kennzeichen sehr passend für das neue Auto, das mit seiner vollen Ausrüstung für Lösch- und andere Einsätze zur Königsklasse der

Löschgruppenfahrzeuge gehört. Es dient als Ersatz für das mittlerweile über 40 Jahre alte bisherige Auto.

Gemeinde zahlt Zuschuss für 350.000 Euro teures Auto

Satte 350.000 Euro kostete das neue Schmuckstück, 100.000 Euro gab‘s für die Gemeinde als Zuschuss von der Regierung. „Vom Geld her könnte der Kauf eine schwierige Entscheidung für den Gemeinderat gewesen sein“, sagte Röder. War es letztlich aber nicht. „Denn wenn sich Menschen ehrenamtlich für die Feuerwehr zur Verfügung stellen, brauchen sie Unterstützung und die bestmögliche Ausrüstung“, so der Rathauschef.

Kommandant Michael Beischl stellte heraus, dass das neue Fahrzeug nicht für ein paar Kameraden der Wehr gekauft wurde. „Es gehört der Gemeinde“, sagte er und sprach Röder und seinen Räten den Dank im Namen aller Biburger Bürger aus. Anschließend konnte er den Fahrzeugschlüssel von Allings Kämmerer Rainer Kempka und dem rechtzeitig zur Weihe von einer Krankheit genesenen Feuerwehrreferenten Erich Heinz entgegen nehmen. 

Lob für den freiwilligen Einsatz der Biburger Kameraden

Das geschah unter anderem auch unter den Augen des Bürgermeisters Josef Niggas aus Allings Partnergemeinde Lannach. Der war eigens zu den Feierlichkeiten erschienen und lobte den freiwilligen Einsatz der Biburger Kameraden: „Was hilft das schönste Auto, wenn es keine Menschen gäbe, die sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen?“ Damit schlug er gleichzeitig den Bogen zur 120-jährigen Geschichte der Biburger Wehr. Das Jubiläum sah Kreisbrandrat Hubert Stefan als „mindestens genauso wichtig wie das neue Fahrzeug“ an. Die Biburger Wehr habe sich in ihrer Geschichte äußerst positiv entwickelt. Und Herbert Kammerloher, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, erklärte: „Damit ein Verein eine so lange Zeit übersteht, muss ein guter Gemeinschaftssinn herrschen.“

Besucher können Spritze von 1894 bestaunen

Dass das in Biburg der Fall ist, zeigte sich bei der anschließenden Jubiläumsfeier. Die Besucher bekamen dabei die Möglichkeit, die anderen Autos der Biburger Wehr und der Kreisfeuerwehr anzusehen. Darunter fand sich nicht nur eine Abfüllanlage für Sandsäcke, sondern sogar noch eine Spritze aus dem Jahr 1894 – das zweite Fahrzeug der Biburger Wehr überhaupt. Der Oldtimer ist noch voll einsatzfähig.

Im Notfall werden die Biburger Kameraden künftig aber natürlich auf das neue Auto zurückgreifen – auch wenn sich Kirchenrat Ingo Schurig von der evangelischen Kirche, der gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Ottmar Klein die Weihe vornahm, einen solchen Notfall freilich nicht herbeiwünschte: „Wir sind zwar alle froh, dass wir das neue Fahrzeug haben, hoffen aber doch, dass wir‘s nie brauchen.“

Andreas Daschner

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