Feuerwehr führt Praxisübung zur Vegetationsbrandbekämpfung durch

"Wenn der Wald brennt"

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Die Übung der Feuerwehrler fand am Grillplatz des Germeringer Sees statt.

Germering – Die Veränderung des Klimas bringt für die Feuerwehren einige Herausforderungen mit sich. So ist die Zahl der Unwetter in den letzten Jahren angestiegen, aber auch die Wald- und Vegetationsbrandgefahr hat sich durch die trockenen Sommer der letzten Jahre stetig erhöht.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen wurde im ersten Halbjahr unter anderem der Themenschwerpunkt „Vegetationsbrandbekämpfung“ eingebaut. Dieser wurde durch das Übungsverbot während der Corona-Krise entzerrt. Nach einem Unterricht zur Taktik im März und einer Planübung für die Führungskräfte via Web-Konferenz konnte nun die Praxisübung dazu stattfinden. Am Montag, 13. Juli, wurde am Grillplatz des Germeringer Sees mit Stroh eine trockene Fläche nachgestellt. Die Flammen auf dieser brennenden Fläche galt es zunächst mit Hilfe von Handwerkzeugen wie Feuerpatsche, Löschrucksack und Dunghacke einzudämmen, wie Christian Haugg, Pressesprecher der Germeringer Feuerwehr erklärt. Anschließend wurde mit kleinen D-Rohren nachgelöscht. „Dieses kombinierte Vorgehen wird auch im echten Einsatz angewandt“, so Haugg. Die Wasserversorgung erfolge im Einsatz, wie auch in der Übung zunächst aus dem Wassertank der Löschfahrzeuge. Werde mehr Wasser benötigt, so beschreibt es die Feuerwehr, müsse eine lange Schlauchstecke gelegt werden. In der Übung mussten vom Badesteg bis zum Grillplatz etwa 160 Meter Schlauch verlegt werden. „Dafür haben wir im Versorgungsfahrzeug einen Rollcontainer mit 500 Meter B-Schlauch verlastet. Während das Fahrzeug fährt, laufen die Schläuche aus den Buchten heraus und müssen nur noch sauber am Straßenrand abgelegt werden. So kann mit wenig Personal schnell eine weite Distanz überbrückt werden“, beschreibt Haugg die Situation weiter. Mit dem LF16 konnten die Maschinisten den sogenannten Pump-and-Roll Betrieb üben. Dabei könne während der Fahrt Wasser aus dem Tank über die Pumpe abgegeben werden. Dadurch können längere Brandabschnitte abgelöscht werden, während das Fahrzeug fährt. 

Übungsfazit 

Trotz aller Technik ist die Vegetationsbrandbekämpfung überwiegend Handarbeit. Nicht überall ist das Gelände befahrbar oder gefahrlos befahrbar. Nach gut eineinhalb Stunden war die schweißtreibende Übung beendet und die Fahrzeuge konnten wieder aufgerüstet werden.

red

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