Radfahrer meldet Brand im Harthauser Wald

Feuerwehr Germering im Dauereinsatz

Gelöschte Brandstelle im Harthauser Wald am 10. April.
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Laut Einsatzleitung ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen ist.
Gelöschte Brandstelle im Harthauser Wald am 10. April.
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Laut Einsatzleitung ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen ist.
Gelöschte Brandstelle im Harthauser Wald am 10. April.
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Laut Einsatzleitung ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen ist.
Gelöschte Brandstelle im Harthauser Wald am 10. April.
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Laut Einsatzleitung ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen ist.
Gelöschte Brandstelle im Harthauser Wald am 10. April.
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Laut Einsatzleitung ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen ist.
Gelöschte Brandstelle im Harthauser Wald am 10. April.
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Laut Einsatzleitung ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen ist.

Germering – „Es schien fast so, als ob wir am Samstag das durchschnittliche Einsatzaufkommen für eine ganze Woche aufholen mussten“, erklärt Christian Haugg, Pressesprecher der Feuerwehr Germering, zum Dauereinsatz der Einsatzkräfte am 10. April.

„Im Durchschnitt werden wir circa fünf Mal pro Woche zu einem Einsatz gerufen. Seit dem 6. April verzeichneten wir aber glücklicherweise Keinen. Das änderte sich am Samstag dann deutlich“, so Haugg.

Gegen 11.30 Uhr unterstützte die Feuerwehr den Rettungsdienst bei einer Tragehilfe einer erkrankten Person, ehe sie, zusammen mit den Kameraden aus Unterpfaffenhofen um 13 Uhr zum Brandgeruch in einem Wohnheim gerufen wurden. Hier konnte jedoch kein Brand festgestellt werden. Kurz vor 15 Uhr musste dann eine längere Dieselspur von der Augsburger- bis in die Dorfstraße beseitigt werden. Noch während des Einsatzes, wurden die Kameraden aus Unterpfaffenhofen alarmiert und zu einem Waldbrand gerufen.

Brand im Harthauser Wald

Dort hatte ein 35-jähriger Radfahrer aus Germering, der gegen 14.50 Uhr in der Nähe des Gnadenhof Streiflach unterwegs war, einen Brand in einem etwa 1,5 Hektar großen Waldstück entdeckt.

Da der Brand deutlich größere Ausmaße hatte als gemeldet, entschied sich der Einsatzleiter kurz nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle zunächst die Löschfahrzeuge aus Germering zu alarmieren. Diese fuhren mit dem ersten Löschgruppenfahrzeug direkt von der Ölspur zum Waldbrand. Der Kommandowagen, das zweite Löschgruppenfahrzeug und das Sonderlöschmittelfahrzeug rückten als Zug vom Gerätehaus aus.

Noch während die Fahrzeuge anrückten, wurde das Alarmstichwort auf „Brand Wald groß“ erhöht und die Feuerwehren aus Geisenbrunn und Puchheim-Ort mit weiteren Löschfahrzeugen alarmiert. Zudem wurde die Landkreiskomponenten Wasserförderung der Feuerwehr Fürstenfeldbruck und der Einsatzleitwagen aus Gernlinden, sowie die Mitglieder der Kreisbrandinspektion gerufen.

Nachdem die Einsatzkräfte die Ölspur an der Augsburger- und Dorfstraße abgestreut und Warnschilder aufgestellt hatten, machten auch sie sich mit dem Mehrzweckfahrzeug und Versorgungsfahrzeug mit der Komponente Wasserförderung auf den Weg nach Harthaus.

Einsatzleitung vermutet Brandstiftung

Die Einsatzkräfte konnten nach insgesamt vier Stunden Einsatzzeit die verschiedenen Brandherde an mehreren Stellen vollständig ablöschen. Dabei wurden sie von den Luftbildaufnahmen einer Drohne der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck unterstützt, welche sie zu den verschiedenen Brandstellen lotste.

Laut der Einsatzleitung der Feuerwehr Unterpfaffenhofen ist von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, da das Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen war.

„Aufgrund der am Samstag vorherrschenden Witterung – es war bewölkt und absolut windstill – konnte eine Selbstentzündung ausgeschlossen werden“, erklärt Erster Polizeihauptkommissar Andreas Ruch.

Etwa 1,5 Hektar Wald sind partiell abgebrannt, sodass die Höhe des Sachschadens von der Feuerwehr, die mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort war, auf etwa 100.000 Euro geschätzt wird.

Wohnungsbrand

„Der Samstag war aber noch nicht vorbei, denn als die meisten von uns gerade geduscht waren und das Abendessen beendet war, schrillten erneut unsere Piepser“, führt Haugg aus. Um 20.45 Uhr meldeten Nachbarn einen Wohnungsbrand, eine Person befand sich noch in der Wohnung und der Rauchmelder piepte. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte von mehreren Mitteilern empfangen, es war deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar.

Ein Trupp mit schwerem Atemschutz wollte gerade die Wohnung öffnen, als ihnen die Bewohnerin zuvorkam. Sie hatte lediglich Essen auf dem Herd anbrennen lassen, was zu einer Verrauchung der Wohnung führte. Die Feuerwehrkräfte belüfteten diese und konnten kurze Zeit später wieder abrücken.

„Um 21.30 Uhr war dann dieser arbeitsreiche Samstag für uns beendet“, schließt Haugg. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte für bis zu sieben Stunden ehrenamtlich im Einsatz.

red

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Germering

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