Großübung der Feurwehren

Horror-Szenario als Übung

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Ein Pkw rast in einen Traktor, dessen geladene Baumstämme das Fahrzeug unter sich begraben. In der Folge verunglücken vier weitere Fahrzeuge, darunter ein Reisebus. Über 20 Menschen sind verletzt. Dieses Ereignis hat sich nicht wirklich zugetragen. Es war das Szenario für eine Großübung der Rettungskräfte in der Region.

Germering – Organisiert wurde die Übung am vergangenen Sonntag von der Germeringer Feuerwehr. Als Einsatzort hat man sich die enge Straße von Germering in Richtung Schusterhäusl ausgesucht. „Wir wollten die Einsatzkräfte schon fordern“, sagt der stellvertretende Kommandant Thomas Mayrhofer. Zum Einsatz kamen neben den Feuerwehren aus Germering, Unterpfaffenhofen, Geisenbrunn, Gilching und Eichenau auch das THW und Rettungskräfte des BRK, der Malteser und der Johanniter.

Schmerz, Schreie und Panik

Monatelang hatten die Germeringer Wehr um Zugführer Ludwig Deimel die Übung geplant und vorbereitet. Dann wurde der Einsatzort mit Schrottautos sowie dem Traktor eines befreundeten Landwirts nachgestellt und der Notruf abgesetzt. Die an der Übung beteiligten Einsatzkräfte wussten dabei nicht, was sie am Unfallort erwartet.

Schauspieler der Gruppe „Realistische Unfalldarstellung“ aus Traunstein und Ebersberg mimten die Unfallopfer. Sie stöhnten vor Schmerz, kreischten vor Panik, flehten um Hilfe – und das so realistisch, dass auch der Übung beiwohnende Germeringer Oberbürgermeister Andreas Haas die Szene als bedrückend empfand. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte geht alles schnell: Binnen weniger Minuten kümmern sich Feuerwehrleute, Sanitäter und Helfer des THW um jedes der verunglückten Fahrzeuge.

Sie befreien eingeklemmte Menschen mithilfe von schwerem Gerät und versorgen die Verletzten. Die Darsteller machen es den Helfern dabei nicht einfach. Immer wieder läuft jemand desorientiert oder in Panik davon und muss von den Helfern wieder eingefangen werden. „Wie bei einem richtigen Einsatz“, sagt Ric Unteutsch von der Germeringer Wehr.

Drohnen-Aufnahmen werden ausgewertet

Gefilmt wird die gesamte Übung von einer Drohne und Kameramännern der Feuerwehr. Mit den Aufnahmen soll das Geschehen am Unfallort analysiert und mit den Einsatzkräften anschließend besprochen werden. Besonderes Augenmerk will Kreisbrandrat Hubert Stefan dabei auf die Zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen legen. „Es ist gut, dass wir dies einmal üben können“, sagt er.

Haas will sich indessen kein fachliches Urteil erlauben: „Dazu bin ich zu wenig in die Einsätze involviert.“ Gleichwohl sagt er, dass es ihm ein gutes Gefühl gebe, wenn er sieht, wie engagiert und rasch sich die Helfer in dem Chaos am Unfallort zurecht finden. Dass der nachgespielte Unfall dabei keine Science Fiction ist, bestätigt Julia Lichti von der Germeringer Wehr: „Das war ein absolut realistisches Szenario“, sagte die Feuerwehrfrau.

Andreas Daschner

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