FFB-Jobs - Kostenfreie Internet-Plattform für die Präsentation von Ehrenamts-Stellen im Raum Fürstenfeldbruck

Bei der Jahresabschlussfeier im Bürgerpavillon stellten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Erinnerungsfoto auf. Foto: Dieter Metzler

Was ist FFB-Jobs? FFB-Jobs ist eine kostenfreie Internet-Plattform für die Region Fürstenfeldbruck, um freie Ehrenamt-Stellen zu präsentieren, um Angebote für Gelegenheitsarbeiten und Aushilfsjobs zu veröffentlichen, um Stellenangebote für Ausbildungsplätze regionaler Firmen anzubieten und um Stellengesuche für die genannten Sparten einzurichten. Der Gewerbeverband, der Bürgerverein und die Stadt Fürstenfeldbruck haben in einer gemeinsamen Aktion diese Fürstenfeldbrucker Job- und Ehrenamtsbörse (www.ffb-jobs.de) als Internetplattform zur Vermittlung von Ehrenämtern, Gelegenheitsjobs und Lehrstellen eingerichtet. Hier kann jeder, der eine Stelle anzubieten hat oder eine Stelle sucht, sein Angebot bzw. Gesuch unterbreiten und einstellen. Also Vereine, Verbände, soziale, karitative und kulturelle Organisationen ebenso wie Firmen und Privatpersonen.

Der Internet-Auftritt enthält überwiegend Angebote für ehrenamtliche Aufgaben im sozialen Bereich. So werden beispielsweise vom Treffpunkt Soziale Stadt geeignete Helfer gesucht, die Jugendliche aus der Mittelschule West bei der Lehrstellensuche unterstützen. Oder vom Diakonischen Werk werden für den Besucherdienst „Ohrensessel“, ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die ältere Menschen besuchen, ihnen zuhören, vorlesen oder auch kleine Besorgungen erledigen. Im Mehrgenerationenhaus im Stadtteilzentrum West werden u. a. ehrenamtliche Helfer zur Mithilfe im LiB-Cafe gesucht. Der Bürgerverein an der Heimstättenstraße sucht ehrenamtliche Helfer für einige Projekte, die das gute Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner vornehmlich im Brucker Westen fördern sollen. Für alle, die sich gern ehrenamtlich in einem Altenheim engagieren möchten, besteht die Möglichkeit ehrenamtlicher Mitarbeit im Josefstift oder im Theresianum. Aber auch das Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck sucht ehrenamtliche Helfer bei der Arbeit mit Asylsuchenden, für das Projekt „Essen auf Rädern“ oder einen ehrenamtlichen Teestubendienst bei der Beratungsstelle und Unterkunft für wohnungslose Menschen. Margot DelCarpio, die erste Adresse im Brucker Rathaus, wenn es um Belange der Senioren geht, berichtete von bisher 548 Zugriffen im Oktober und 600 Zugriffen im November auf die neue Plattform im Internet. Es sei zwar gut angelaufen, aber noch sei der Internetauftritt einfach zu unbekannt. Die Plattform wurde Ende September im Haus der Bildung und Begegnung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Aktuell werden im Bereich Aushilfsjobs Interviewer für die Volkszählung 2011, Schulweghelfer und eine Haushaltshilfe gesucht. Das Angebot an Ausbildungsplätzen hat bisher lediglich die Targobank in Fürstenfeldbruck genutzt, die Ausbildungsplätze zum Bankkaufmann/-frau für 2011 anbietet. Bei den Gesuchen hat sich bisher aber noch niemand eingestellt. Zwei Beispiele ehrenamtlichen Engagements von Brucker Bürgerinnen bzw. Bürgern: Der ehemalige Direktor der Brucker Berufsschule, Wolfgang Dobersch, leistet beispielsweise seit fünf Jahren Hilfestellung bei Schülerinnen und Schülern der Hauptschule West bei der Lehrstellensuche. Dabei trifft sich Dobersch nachdem er ein Gespräch mit den Eltern geführt hat und das Einverständnis vorliegt, alle vier Wochen mit der Jugendlichen oder dem Jugendlichen. Gemeinsam wird dann überlegt, welcher Beruf zu dem Jugendlichen passen könnte, wird eine Praktikantenstelle ausgesucht, und Dobersch hilft bei der schriftlichen Bewerbung oder bereitet den Jugendlichen auf ein Bewerbungsgespräch vor. Beim persönlichen Austausch kommt dem jungen Menschen die langjährige Erfahrung des Pädagogen zugute, der den Jugendlichen ggf. auch zum Weitermachen motivieren muss. Bisher hat Dobersch stets Jugendliche mit Migrationshintergrund betreut. Häufig blieb man auch noch nach der Ausbildung in Kontakt, erzählte Dobersch. Seit drei Jahren engagieren sich auch Luljeta Spahijaj, eine Kosovo-Albanerin, und Destegul Yildiz, eine Türkin, ehrenamtlich und betreuen viermal in der Woche Kinder im Brucker Bürgerpavillon an der Heimstättenstraße 24, während die Mütter der Kinder nebenan an einen Deutschkurs der Volkshochschule teilnehmen. Silvia Piott, die Leiterin des Bürgerpavillons berichtete bei der Jahresabschlussfeier von insgesamt 2.700 Besucherkontakten des Treffpunkts und des Bürgervereins. Diese hohe Zahl an Besucherkontakten sei allein auf das hohe ehrenamtliche Engagement der 18 sich ehrenamtlich engagierenden Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen. Diese Zahl dokumentiere eindrucksvoll wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist.

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