In Zeiten der Corona-Krise

Heiliger Rochus - Patron gegen Pest und Seuchen - lädt zum Gebet für Erkrankte

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Der Überlieferung nach lebte der Heilige Rochus im 14. Jahrhundert und pflegte vor allem in Rom Pestkranke, wobei viele durch sein Wirken auf wundersame Weise geheilt wurden.

Eine Figur des Heiligen Rochus, der als Patron gegen Pest und Seuchen verehrt wird, steht seit Dienstag, 31. März, vor der katholischen Kirche St. Johann Baptist in Gröbenzell.

Die Figur wurde in diesen Stamm einer Linde gesetzt, die bis letztes Jahr auf der Wiese neben der Kirche stand. 

Familie Jaumann von der Holzbildhauerei "Kreutz" in Gröbenzell hat diese Figur in ihrem Betrieb aus Ahornholz geschnitzt und gestiftet. Das Besondere daran ist, dass die Figur in einen Stamm der alten Linde eingesetzt worden ist, die bis letztes Jahr auf der Wiese neben der Kirche stand. Die Linde musste wegen irreparabler Schäden an Stamm und Krone gefällt werden und wurde durch einen neuen Baum ersetzt. Der Stamm mit der Figur steht nun im Brunnenhof neben dem Hauptportal der Kirche.

Rochus behandelte im 14. Jhd. Pestkranke

Der Überlieferung nach lebte der Heilige Rochus im 14. Jahrhundert und pflegte vor allem in Rom Pestkranke, wobei viele durch sein Wirken auf wundersame Weise geheilt wurden. Bereits Anfang des 15. Jahrhunderts wurde Rochus in Südfrankreich verehrt und er wurde bald zu einem der volkstümlichsten Heiligen. In Deutschland gibt es seit 1666 eine große Wallfahrt zu einer Kapelle auf den Rochusberg bei Bingen.

Durch Gebet an Heiligen Gottes Wohlwollen erlangen

Ist es noch zeitgemäß eine Heiligenfigur neu aufzustellen? Der Brauch der Heiligenverehrung geht bis auf die ersten christlichen Jahrhunderte zurück. Während im Neuen Testament noch alle Mitglieder der christlichen Gemeinde als Heilige bezeichnet wurden, wurde dieses Prädikat in der kirchlichen Praxis schon sehr früh auf Menschen beschränkt, die in besonderer Weise als tugendhaft und glaubensstark galten. Die Anrufung eines Heiligen ist im katholischen Bereich üblich, um durch seine Fürbitte Gottes Wohlwollen zu erlangen. Es handelt sich dabei aber um keine Magie.

Figur schützt nicht, soll aber zum Beten anregen

Grundsätzlich und vor allem jetzt in den Zeiten von Covid-19 sind vorbeugende hygienische Maßnahmen vorrangig, um der Verbreitung des Virus vorzubeugen und bei einer Erkrankung ist es erforderlich, sich mit den aktuellen medizinischen Maßnahmen behandeln zu lassen. Die Figur des Heiligen Rochus lädt jedoch zum einen zum Gebet ein und möge zum anderen auch daran erinnern.

red

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