Ladendieb wird gestellt

Filmreife Szenen: Parfüm gestohlen, mit Auto geflüchtet, Kokain geschluckt und im Krankenhaus gelandet

Mann mit Jeans und Tütchen Kokain wird mit Handschellen verhaftet
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Ein Ladendieb in Puchheim gab nach der Festnahme an, Kokain konsumiert zu haben.

Puchheim - Fast filmreife Szenen spielten sich am 29. Oktober im Zuständigkeitsbereich der Germeringer Polizei ab.

Gegen 13.40 Uhr kam über Funk die Einsatzmitteilung an die eingesetzten Streifen über einen geflüchteten Ladendieb aus einem Drogeriemarkt in der Oberen Lagerstraße in Puchheim, der mit zwei Einkaufstaschen voller Diebesgut trotz schrillem akustischem Alarm und einer ihn zur Rede stellend wollenden Verkäuferin aus dem Markt gestürmt war.

Kennzeichen des Fluchtautos notiert

Anschließend rannte der Dieb zu einem in der Nähe mit laufenden Motor auf ihn wartenden Pkw, der ihn als Beifahrer aufnahm und anschließend mit quietschenden Reifen losfuhr. Die Verkäuferin, die ihn verfolgt hatte, konnte das Kennzeichen des Wagens ablesen und der Einsatzzentrale durchgeben. Eine Streife konnte kurze Zeit später auf der Anfahrt nach Puchheim das tatverdächtige Fahrzeug im Gegenverkehr feststellen und nach einer 180 Grad-Wende das Fluchtfahrzeug in der Allinger Straße stoppen.

Diebesgut und Kokain

Nach Anhaltung und Durchsuchung des Fahrzeugs konnte das entwendete Diebesgut, konkret zwei Einkaufstaschen vollgepackt mit neuverpackten Parfüms und weitere Kosmetika im Wert von über 700 Euro sichergestellt werden. Bei Durchsuchung des Ladendiebes konnte eine Crackpfeife mit Anhaftungen, sowie ein Plastik-Tütchen mit Anhaftungen festgestellt werden.

Nachdem die beiden Festgenommenen zur Dienststelle gebracht worden waren, um ihre Identität zu klären, gab der Ladendieb, ein 25-jähriger Tunesier an, kurz vor Kontrolle 0,7 Gramm Kokain geschluckt zu haben. Nach Rücksprache mit dem Giftnotruf wurde der BES in einem Krankenwagen unter Begleitung einer Polizeistreife in das Klinikum Fürstenfeldbruck gebracht.

Täter einschlägig bekannt

Der Tunesier, der ohne festen Wohnsitz in Deutschland ist und bereits einschlägig mit Delikten im Bereich der Eigentumskriminalität in Erscheinung getreten ist, benannte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einen Zustellungsbevollmächtigten. Das Krankenhaus in Fürstenfeldbruck verließ er entgegen dem Rat der Ärzte auf eigene Verantwortung. Bei dem zweiten Festgenommenen, dem Fahrer des Fluchtfahrzeugs, handelt es sich um einen 49-jährigen Tunesier, der in München einen festen Wohnsitz hat. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung durfte auch er die Dienststelle wieder verlassen.

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