Über Würste und Gesetze

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Beste Stimmung herrschte bei der Eröffnungsveranstaltung der 3. FFB-Schau (v. li.): die beiden Schirmherren, Landrat Thomas Karmasin und Olchings Bürgermeister Andreas Magg, (re.) Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet.

Olching – Zum Finale der dritten FFB-Schau in Olching am vergangenen Sonntag strömten nochmals 13.000 Besucher zum Olchinger Volks- festplatz. Mit insgesamt 33.480 Besuchern an fünf Tagen verzeichnete die regionale Gewerbeschau damit auch heuer wieder annähernd so viele Besucher wie die beiden Male zuvor. „Ich habe nur positive Rückmeldungen von den Ausstellern erhalten“, freute sich Messe-Chef Josef Albert Schmid über den Erfolg der fünftägigen Regionalschau.

Die Attraktion der dritten FFB-Schau in Olching waren zweifellos die Hallen der drei Gemeinden aus Gröbenzell, Maisach und Eichenau sowie der Stadt Olching. „Das hohe Niveau hat mich begeistert“, sagte Schmid und kündigte für die nächste Messe in zwei Jahren weitere Gemeinden an, die Interesse an der Messe signalisierten. Auch Fürstenfeldbruck überlegt, wieder einzusteigen, nachdem die Stadt einst der Messe den Laufpass gab. Ausgezeichnete Stimmung herrschte schon bei der Eröffnungsfeier der dritten FFB-Schau am 8. Oktober. Die beiden Schirmherren der fünftägigen regionalen Gewerbeschau, Landrat Thomas Karmasin und Olchings Bürgermeister Andreas Magg, waren sich in ihren Grußworten einig, dass sich die Erfolgsgeschichte der FFB-Schau fortsetzen werde. 

„Hinter mir sehe ich die gläserne Wurstküche und vor mir den Vizepräsidenten Reinhold Bocklet“, eröffnete Karmasin seine launige Begrüßungsrede. Als er noch ein Zitat von Reichskanzler Bismarck nachschob, „Wer Würste und Gesetze mag, der sollte nicht wissen, wie sie gemacht werden“, erntete der Brucker Landrat eine Lachsalve der zahlreichen Ehrengäste. Neben dem Landtagsvizepräsidenten begrüßte Karmasin zahl- reiche Bürgermeister aus dem Landkreis. Vielleicht hatte gerade ihre Anwesenheit den Landrat zu der lockeren Einführung verleitet, freute er sich doch über die von den Bürgermeistern tags zuvor gezeigte Solidarität bei der Quotenreglung für die Asylbewerber. 

Die FFB-Schau in Olching habe sich bewährt, meinte Karmasin und sprach vom besonderen Charme der Messe. Entgegen dem allgemeinen Trend befinde sich die Gewerbeschau im Aufwind, das sei nicht zuletzt ein Verdienst von Josef Albert Schmid, lobte der Landrat den Messe- und Ausstellungsorganisator. Er hoffe, dass das Interesse in der Bevölkerung erneut so groß sei, um am Ende auf eine erfolgreiche Messe zurückblicken zu können. Zum dritten Mal darf die Stadt Olching Gastgeber dieser FFB-Schau sein, sagte Olchings Bürgermeister Andreas Magg. „Darauf sind wir sehr stolz.“ 

Beim Rückblick auf 30 Jahre FFB-Schau, so Magg, habe man seinerzeit ein Erbe angeboten bekommen, wo man nicht so recht wusste, wohin die Wege führen. Jetzt sei er aber froh, dass man dieses Erbe, das ein Fall für den Rettungsdienst war und wiederbelebt werden musste, nach reiflicher Überlegung doch angetreten habe. Eine Idee, die bereits auf der alten FFB-Schau in Bruck bestand, sich aber nicht durchgesetzt hat, waren die Hallen der Kommunen. In Olching habe man das Konzept aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt, dankte Magg vor allem dem Olchinger Gewerbeverband. Nach den Olchinger und Gröbenzeller Hallen sind mit Eichenau und Maisach zwei weitere Kommunen dazu gestoßen. Magg forderte die anwesenden Bürgermeister der übrigen Gemeinden auf, sich bei der nächsten Schau in zwei Jahren anzuschließen. „Wir haben noch genügend Platz zur Verfügung“, so der Olchinger Rathauschef. 

Die FFB-Schau brauche keinen Vergleich mit den großen Messen scheuen, meinte Olchings Bürgermeister weiter. „Die Menschen schätzen, dass sie regionale Unternehmen vorfinden.“ Nach dem traditionellen Weißwurstfrühstück und einem anschließenden Messerundgang machten sich die Ehrengäste erstmals selber einen Eindruck von der diesjährigen FFB-Schau.

Dieter Metzler

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