Abgespeckter Haushalt

Brucker Finanzausschuss streicht Investitionsprogramm zusammen

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Die Brücke auf der Lände muss erneuert werden. Kostenpunkt: knapp zwei Millionen Euro.

Einstimmig verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss den Haushalt der Großen Kreisstadt für 2020 sowie den Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2023. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats, der voraussichtlich auf seiner nächsten Sitzung über den Etatentwurf abstimmen wird, werden einige Großprojekte, wie etwa die Umgestaltung des Viehmarktplatzes, um einige Jahre verschoben.

Fürstenfeldbruck - Die seit letzten November laufenden Haushaltsberatungen waren von den Bemühungen geprägt, das Investitionsprogramm der kommenden Jahre auf ein realistisches Maß zu beschränken. Denn über allem hing das Damoklesschwert der Kommunalaufsicht, die den Haushalt in den vergangenen Jahren nur zu Teilen und unter Auflagen genehmigte. Doch wo sollte beziehungsweise konnte man überhaupt den Rotstift ansetzen? Einige Großprojekte wurden bereits begonnen und müssen zu Ende gebracht werden wie etwa der Hort an der Cerveteristraße oder die neue Feuerwache. Auch die Erneuerung der Brücke auf der Lände lässt sich nicht aufschieben. Hierfür sind insgesamt 1,85 Millionen Euro eingeplant. In etwa derselben Größenordnung belaufen sich die Kosten für den Gewässerumbau des Krebsenbachs. Die beiden Fischweiher an der Pfaffinger Straße sind in das Hochwasserschutzkonzept eingebunden und müssen bis 2022 entsprechend ertüchtigt werden. Manches ergibt sich dagegen von selbst. 

Austausch der Straßenlaternen auf LED-Technik 

So konnten die für den Austausch der Straßenlaternen auf LED-Technik vorgesehenen 400.000 Euro problemlos halbiert werden, da man laut Sachgebietsleiter Walter Doll schlichtweg nicht genügend Firmen finde. 

Viehmarktplatz wird nach hinten geschoben

Unschwer fiel auch die Entscheidung, den Umbau des Viehmarktplatzes mit der geplanten Tiefgarage nach hinten zu schieben, da im nächsten Jahr die Baumaßnahmen hinter dem Hotel Post zwischen Schöngeisinger- und Pucher Straße beginnen und man die Ludwigstraße als Zufahrt benötige. Für die auf dem Gelände der Familie Weiß geplanten Wohngebäude samt Tiefgarage wird mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren gerechnet. 

Diskussionsbedarf beim Thema Eishalle

Nicht länger warten will man indes mit der Verlagerung des Bauhofs an den westlichen Stadtrand. Die Planungen für das 8,8 Millionen Euro teure Projekt sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Zeit drängt, denn der städtebauliche Wettbewerb für das Areal Lände-Aumühle-Bullachstraße läuft bereits. Auch wurden 200.000 Euro für die Erweiterung der Skater-Anlage in diesem Jahr bewilligt, da dies ein großes Anliegen des Stadtjugendrats sei. Diskussionsbedarf bestand hingegen beim Thema Eishalle.

Finanzreferent Walter Schwarz (SPD) beantragte gegenüber den ursprünglichen Planungen, die lediglich Kosten für die Standortuntersuchung beinhalteten, bis 2023 insgesamt eine Million Euro bereitzustellen. Damit könne man alle weiteren Schritte bis zur Eingabeplanung umsetzen. Dies wäre „reine Augenwischerei“, entgegnete Herwig Bahner. „Wenn man das Projekt ernsthaft angehen will“, müsse man in den Folgejahren auch Baukosten einplanen. „Wir sind ständig am planen, bauen aber nie“, polterte der FDP-Stadtrat, dem „das alles nicht weit genug“ ging. Bahner forderte für die Jahre 2022 bis 2024 zusätzlich jeweils eine Million Euro als Baukostenzuschuss einzustellen. 

Dem schloss sich das Gremium gegen die Stimmen von OB Erich Raff, Michael Piscitelli und Georg Jacobs (alle CSU) an, so dass für den Bau einer Eishalle in den kommenden fünf Jahren nun insgesamt rund vier Millionen Euro eingeplant werden. 

Peter Fischer

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