14 Gründungsmitglieder haben neuen Fischereiverein in der Stadt Olching aus der Taufe gehoben und sind jetzt auf der Suche

Fisch-Gewässer dringend gesucht von neuem Fischereiverein

 Den neuen Fischereiverein Olching haben 14 Gründungsmitglieder aus der Taufe gehoben. Mit dabei waren Bürgermeister Andreas Magg (hinten 2. v. l.), die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (mittlere Reihe 2. v. l.), Franz Geiger (hinten 3. v. r.), Präsident des Oberbayerischen Fischereiverbandes, und dessen Stellvertreter Thomas Schiffler (hinten 3. v. l.).  Foto: Andreas Daschner

Olching – Die Stadt Olching hat ab sofort einen Fischereiverein. 14 Gründungsmitglieder haben den Club im Daxerhof aus der Taufe gehoben. Wer jetzt aber gleich beherzt zur Angel greifen und Mitglied werden will, der muss sich noch gedulden. Denn etwas Wichtiges fehlt noch: Ein Gewässer, in dem gefischt werden kann. „Wir sind alle Mitglied in zwei bis drei Fischereivereinen in der Umgebung, damit wir hier fischen können“, sagt der zum Vorsitzenden gewählte Florian Winklhofer.   

 Und damit beschreibt er auch gleich das Dilemma, in dem sich Fischer in der Stadt Olching befinden. Natürlich gibt es viele Gewässer, zum Beispiel den Olchinger See oder die Amper. „Die sind aber alle an Vereine aus München, Dachau oder noch weiter weg verpachtet“, sagt Winklhofer. Damit sich auch Olchinger bewerben können, wenn ein Pachtvertrag eines anderen Vereins ausläuft, benötigt man laut Winklhofer aber einen Verein. Und zu dessen Gründung hatten sich nicht nur die 14 Gründungsmitglieder eingefunden, sondern auch fast ebenso viele Gäste. „Wir hätten nicht im Traum daran gedacht, dass sich so viele Menschen für einen Fischereiverein interessieren“, freute sich Winklhofer über die Resonanz. Ziel des Clubs ist nun erst einmal, ein Gewässer zum Fischen zu finden. Winklhofer denkt da zum Beispiel an Privatpersonen oder Landwirte, denen ein Weiher oder ein Stück Land an einem Fluss gehört.

Bis ein passendes Gewässer gefunden ist, werden neue Mitglieder als passive Mitglieder mit verringertem Beitrag aufgenommen: Während die aktiven Mitglieder 100 Euro im Jahr bezahlen, müssen passive nur ein Viertel berappen. Wer am Ende aktiv beim Verein mitfischen kann, hängt laut Winklhofer dann von der Größe des Gewässers ab. Bei der Suche nach einem See oder Flussabschnitt hofft der frisch gegründete Verein auch auf die Hilfe der Stadt. Und die hat Bürgermeister Andreas Magg bei der Gründungsversammlung bereits zugesagt. „Wir haben mit dem Olchinger See ja ein Gewässer. Bei der Verpachtung war der Verein aber noch nicht so weit“, sagte er. Auf Anregung eines anwesenden Gastes zeichnete sich aber zumindest eine mittelfristige Lösung ab: Der Weiher in der Kiesabbaugrube in Graßlfing. „Das Abbaurecht dort besteht noch sechs bis sieben Jahre“, sagte Magg dem Kreisboten auf Nachfrage. Darüber hinaus besteht noch eine Option zur Verlängerung dieses Rechts. Wenn der Kiesabbau aber beendet ist, denkt der Rathauschef darüber nach, den dortigen Weiher zum Schwimmen und Fischen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

 Bei der eigentlichen Vereinsgründung wurden neben Winklhofer folgende Funktionärsposten gewählt: Michael Rühl (2. Vorsitzender), Margit Winklhofer (1. Schriftführerin), Sonja Huber (2. Schriftführerin), Johann Huber (1. Schatzmeister), Norbert Stumpe (2. Schatzmeister), Benedikt Stumpe (1. Gewässerwart), Christoph Rau (2. Gewässerwart), Thomas Neubert (1. Jugendwart), Florian Schleißheimer (2. Jugendwart), Maximilian Thurner (Gerätewart) sowie Marina Huber und Tobias Wachinger (Revisoren).

 Andreas Daschner

 

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