Unter den Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung im Fliegerhorst war auch Charlotte Knobloch

200 Gäste beim Neujahrsempfang im Fliegerhorst

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v.li.: FFB-Landrat Thomas Karmasin, DAH-Landrat Stefan Löwl, Präsidentin Israelitische Kultusgemeinde Dr. Charlotte Knobloch, Standortältester BG Bernhardt Schlaak und OB Klaus Pleil

Fürstenfeldbruck – Gut 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Militär konnte der Standortälteste und Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw), Brigadegeneral Bernhardt Schlaak, beim Neujahrsempfang des Standortes Fürstenfeldbruck in den Räumlichkeiten der Offizierheimgesellschaft (OHG) im Fliegerhorst am dritten Februar begrüßen.

Musikalisch wurde der traditionelle Empfang im Saal der OHG vom Blechbläserquintett des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel Horst Kirch begleitet. Neben den beiden Landräten aus den Landkreisen, Thomas Karmasin aus Fürstenfeldbruck, und Stefan Löwl aus Dachau, sowie den Oberbürgermeistern der Großen Kreisstädte, Andreas Haas aus Germering und Klaus Pleil aus Fürstenfeldbruck, freute sich der Standortälteste die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. Charlotte Knobloch, begrüßen zu können.

Neujahrsempfang des Standortes Fürstenfeldbruck im Saal der Offizierheimgesellschaft

 Manch einer fühle sich vielleicht schon an die dramatische Zeit im Nachgang zum Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001 erinnert, ging BG Schlaak in seiner Ansprache eingangs auf die Anschläge in Paris ein und die Krisenherde wie beispielsweise die Ukraine. Wie unerlässlich das „wachsame Gewissen“ in unserem Alltag sein muss, konnte jeder beim 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau erneut sehen, so der General. Die Streitkräfte, auch Soldaten aller Dienststellen des Fliegerhorstes, waren im vergangenen Jahr an Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt. Und auch im Jahr 2015 werden sie an internationalen Einsätzen teilnehmen. Die Reduzierung einzelner Dienststellen am Standort Fursty schreite  voran, ging BG Schlaak auf den augenblicklichen Konversionszustand ein. Das liegenschaftsbezogene Ausbaukonzept und der Architektenwettbewerb in Roth wurden inzwischen erfolgreich abgeschlossen. „Ich darf Ihnen verraten, dass wir gut im Zeitplan liegen und unser Ziel, den Lehrgangsbetrieb der OSLw 2019 aufnehmen zu können, unverändert ist.“ Auch habe die Ministerin diese Unumkehrbarkeit zur Stationierung mehrfach deutlich hervorgehoben. Gleichwohl sei für die Soldaten für die verbleibende Zeit am Fliegerhorst wichtig, den Kontakt zur Bevölkerung im Landkreis weiterhin intensiv zu pflegen.

 Auch wenn sich in der Ferne ein Ende abzeichne, so haben sich die Soldaten und Einheiten im zurückliegenden Jahr erneut karitativ betätigt, stellte Schlaak stellvertretend den „legendären Erbsensuppenverkauf“ auf dem Brucker Christkindlmarkt heraus. Von den 11.768 Euro Reinerlös profitierten der Kindergarten in Fürstenfeldbruck, der Frauennotruf FFB und die „unschuldig in Not geratenen Brucker Bürger“ sowie das Bundeswehr Sozialwerk und das Soldatenhilfswerk. Das Herauslösen ganzer Gebäudeteile für die Unterbringung von Asylbewerbern bezeichnete der Standortälteste als eine der größten und „für uns Soldaten sicherlich ungewöhnlichsten Veränderung des letzten Jahres“. Auch erinnerte Schlaak an die Bereitstellung von neun Unterkünften für spanische Arbeitskräfte. Auch in diesem Jahr sollen im Zusammenwirken mit den beteiligten Dienststellen weitere Gebäude und Nutzflächen im Rahmen der Konversion geräumt werden und der Kommune oder dem Landkreis angeboten werden, teilte Schlaak mit. 

Das alte Tower-Gebäude werde heuer in vollem Umfang und mit angrenzender Nutzfläche aus der militärischen Nutzung herausgenommen, so dass dieses geschichtsträchtige Gebäude für die Schaffung einer Gedenkstätte „Olympia Attentat 1972“ zeitnah zur Verfügung gestellt werden kann. Auch wenn er die Mitteilung des Standortältesten, dass man gut im Zeitplan liege, nicht gern teile, so sei ihm aber klar, dass „das Paket nicht mehr aufgeschnürt werde“, wie er erst vor wenigen Tagen beim Neujahrsempfang der Kreisfrauenunion aus dem berufenem Mund von Verteidigungsministerin von der Leyen erfuhr, so sicherte Landrat Thomas Karmasin die Verbundenheit zum Fliegerhorst für die restliche Zeit zu. Wenn die Auflösung auch traurig stimme, so sollte man nicht nur den Ärger sehen, sondern auch die Chance ergreifen. „Wir haben unsere Eisen sozusagen im Feuer“, sagte Karmasin zur Nachnutzung und dankte abschließend dem Standortältesten für die Unterstützung bei der Unterbringung der Flüchtlinge. „Vielleicht wird dieser Ortsteil mal Fursty heißen, in Erinnerung, dass hier einmal der Fliegerhorst stand“, meinte Brucks Oberbürgermeister Klaus Pleil bei seinem Grußwort. Er sei mit dem Fliegerhorst aufgewachsen. Die Nachricht der Auflösung habe seinerzeit viele Bürgerinnen und Bürger erschreckt, gehöre doch der Fliegerhorst wegen der Historie zu Bruck.

 Dieter Metzler

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