200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Militär sowie der Polizei beim diesjährigen Neujahrsempfang im Fliegerhorst FFB

Neujahrsempfang im Zeichen der Konversion und Auslandseinsätze

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Lockere Unterhaltung im Kaminraum der Offizierheimgesellschaft vor dem Neujahrsempfang
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„Geballte“ Polizeiprominenz beim Neujahrsempfang in Fursty
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Emmerings Bürgermeister Dr. Michael Schanderl macht seine Aufwartung
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Brucks 2. Bürgermeister Erich raff wird vom Standortältesten und Kommandeur der OSLw, Brigadegeneral Bernhardt Schlaak, begrüßt
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Auch die Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsärztin Dr. Erika Franke zählte beim Neujahrsempfang in Fursty zu den Ehrengästen
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Neujahresempfang der Dienstellenleiter im Fliegerhorst Fursty
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Austausch und Kommunikation beim Neujahrsempfang.
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Blick in den Saal beim Stehempfang in Fursty.

Fürstenfeldbruck – Auch beim diesjährigen Neujahrsempfang im Fliegerhorst am 3. 2. begrüßte der Standortälteste und Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw), Brigadegeneral Bernhardt Schlaak im Namen der Dienststellenleiter des Fliegerhorstes, 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Militär sowie der Polizei in den Räumlichkeiten der Offizierheimgesellschaft (OHG). Auch SKH Luitpold Prinz von Bayern war wie auch  in früheren Jahren zu Gast.  Zu Beginn seiner Ansprache ging Schlaak auf die sich deutlich veränderte Sicherheits- und Militärpolitik ein.  

So haben sich nicht nur die Einsätze im Kosovo und Afghanistan fortgesetzt, sondern es scheinen  Überlegungen wie zu Zeiten des Kalten Krieges wieder aktuell zu werden, nachdem Rußland die NATO-Außengrenzen (Türkei) überfliegt. Gleichzeitig habe sich mit der Terrororganisation IS auf dem Staatsgebiet mehrerer Länder eine militärische Kraft entwickelt, die ohne Rücksicht einen Glaubenskrieg führt und in der Lage ist, „in unserer westlichen Welt Terroranschläge zu verüben.“ Die Teilnahme an weiteren internationalen Einsätzen werde sich fortsetzen und alle Teilstreitkräfte betreffen, so Schlaak.

Die Reduzierung weiterer Dienststellen am Standort geht weiter, verkündete Schlaak. So schloss Mitte des vergangenen Jahres das Kraftfahrzeug-Ausbildungszentrum. Aber auch die Abgabe weiterer Gebäudezeilen und –flächen für die Unterbringung von Flüchtlingen konnte nicht nur für die Erstaufnahmeeinrichtung, sondern auch für andere Flüchtlinge erfolgen.

Zwangsläufig rücke aber der Umzug nach Roth immer mehr in den Blickpunkt, teilte Schlaak mit, dass das Ausbaukonzept fertiggestellt und der Architektenwettbewerb erfolgreich abgeschlossen sei. Ziel ist es, den Lehrgangsbetrieb der OSLw im Jahre 2020 in Roth aufnehmen zu können.

Die „Attraktivität in der Dienstgestaltung“ zählt zum wesentlichen Bestandteil bei der Neuausrichtung der Bundeswehr. Das bedeutet auch für die Dienststellen am Standort mehr auf die Bedürfnisse der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzugehen. So unterliegen die Soldaten erstmals seit dem ersten Januar der Europäischen Arbeitszeitverordnung. Das habe gravierende Auswirkungen auf den Dienstbetrieb. Es komme regelrecht zu einer Zäsur im Dienst- und Ausbildungsplan. „Das macht das Leben der Soldaten nicht einfacher“, meinte der Kommandeur der OSLw.

 „Es wird Sie sicher nicht überraschen, dass die Asylproblematik das beherrschende Thema im vergangenen Jahr war, meinte der stellvertretende Landrat Johann Wieser, der für den an einer Grippe erkrankten Brucker Landrat ein Grußwort sprach. Man arbeite mit Hochdruck daran, alle Asylbewerber unterzubringen. Man werde aber dennoch nicht umhin kommen, die Landkreis-Turnhallen zu Lasten des Schulsports- und des Vereinsbetriebs mit Flüchtlingen zu belegen. Er sei sehr froh, dass sich hierbei die Bundeswehr als verlässlicher Partner erwiesen habe.  Der Abzug der Fliegerhorst-Feuerwehr zum Jahresende stelle für die kommunale Feuerwehr eine große Herausforderung dar, so Wieser, insbesondere weil der militärische Sicherheitsbereich nicht aufgehoben sei.

„Zunächst vielen Dank zur Beförderung zum Oberbürgermeister“, wandte sich Brucks zweiter Bürgermeister Erich Raff zunächst an den Hausherrn,  der ihn eingangs zum OB befördert hatte. Für diesen Tag lasse er es gelten, aber ansonsten bleibe er zweiter Bürgermeister der Stadt. „Auch wenn der Abschied aus Fursty wieder um ein Jahr nach hinten gerückt wurde, ich hätte nichts dagegen, wenn sich die Auflösung des Fliegerhorstes nicht nur um ein weiteres Jahr verschiebt, sondern die Pläne gänzlich in der Schublade verschwinden würden“, sagte Raff,  und erhielt für diese Äußerung spontanen Beifall. Die Bundeswehr zähle seit über 60 Jahren  zu Fürstenfeldbruck und habe das Bild der Stadt maßgeblich mitgeprägt.

Musikalisch wurde der traditionelle Steh-Empfang im Saal der OHG vom Blechbläserquintett des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen begleitet.  

Dieter Metzler

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