Waldrettung über den Landtag

Landtagsabgeordneter Florian von Brunn (SPD) informiert sich an der Kiesgrube

Florian von Brunn, Tina Jäger und Mirko Pötzsch sprechen über Kiesabbau am Rothschwaiger Forst
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Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn (rechts) informierte sich bei den Stadträten Tina Jäger und Mirko Pötzsch (beide SPD) über den Kiesabbau am Rothschwaiger Forst.

Fürstenfeldbruck – Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Florian von Brunn wollte sich persönlich ein Bild des Kiesabbaus im Rothschwaiger Forst machen und informierte sich auf einer gemeinsamen Ortsbegehung mit Tina Jäger und Mirko Pötzsch (beide SPD) über den augenblicklichen Stand der Dinge.

Erklärtes Ziel der Stadt ist ein Flächentausch, so dass sich der Abbau nicht weiter in den Rothschwaiger Forst hinein frisst. Aktuell laufen auf Bürgermeisterebene Gespräche mit den Grundstückseigentümern der infrage kommenden Ackerflächen östlich der Kiesgrube. Darüber hinaus muss aber auch der Regionalplan geändert werden, denn dieser sieht für den weiteren Abbau ein 17,4 Hektar großes Areal im Rothschwaiger Forst südlich des bisherigen Abbaugebiets als Vorrangfläche für Kies- und Sandabbau vor.

Hier kann der Landtag natürlich nicht eingreifen, schließlich gäbe es „keine Lex Fürstenfeldbruck“, so von Brunn, aber man könne angesichts des Klimawandels „das Thema politisch neu bewerten.“

SPD sei sensibilisiert

Pötzsch verbindet damit die Hoffnung, dass die aktuelle Gesetzgebung zum Schutz des Waldes generell angepasst wird. Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag sei zumindest schon mal „sensibilisiert und zieht mit.“

Pötzsch begrüßt ausdrücklich, dass auf lokaler Ebene fraktionsübergreifend alles getan werde, um den Kahlschlag im Rothschwaiger Forst zu verhindern, aber „letztendlich wollen wir erreichen, dass aus diesem Fall auf Regierungsebene die entsprechenden Schlüsse gezogen werden“ und derartigen Genehmigungsverfahren in Zukunft klima- und umweltverträgliche Kriterien zugrunde liegen. Dies ginge eben nur über den Landtag.
Peter Fischer

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