OB-Kandidat Florian Weber von Die Partei

"Bin kein Spaßkandidat"

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Florian Weber, OB-Kandidat von Der Partei.

Fürstenfeldbruck – Wie bekommen wir den Verkehr aus der Innenstadt? Hier käme nach Aussage von Florian Weber nur eine realistische Lösung in Frage: Die Sprengung der Amperbrücke. Der 30-jährige OB-Kandidat, der für „Die Partei“ antritt, bekam am 19. Februar bei der Jahreshauptversammlung vor rund 50 Gästen im Unterhaus alle fünf Stimmen der stimmberechtigten Anwesenden und zieht mit ganz eigenen Vorstellungen in den Wahlkampf, um Oberbürgermeister zu werden.

Wenn es eines gibt, was Florian Weber nach eigener Aussage auf keinen Fall sein möchte, dann ein „Spaßkandidat“– und da lege er Wert drauf. Was einfach klingt, ist für den Brucker, der Mitglied der Satire-Partei „Die Partei“ ist, aber alles andere. „Ich nehme die Sache sehr ernst“, betont Weber. Seit Juni 2014 pachtet er den „Squash-Palast“ in Fürstenfeldbruck. Da dieser nun abgerissen und einem Hotel weichen soll müsse er vorsorgen: „Ich will Bürgermeister werden, weil ich sonst Hartz IV beantragen müsste und dann dem Staat auf der Tasche liegen würde“, erklärt er. 

Neben einem Jura- und Politikstudium, jeweils vier Semester, war er für drei Legislaturperioden im Stadtjugendrat tätig. 2014 Weber trat der BBV bei, die er bereits im Sommer 2015 verließ: „Es gab Streit mit älteren Mitgliedern, da wir die Politik satirisch aufarbeiten wollten“, sagt er. Kurz darauf gründet Weber zusammen mit Andreas Ströhle und Sebastian Pittrich im Juli desselben Jahres den Ortsverband „Die Partei“. Zusammen mit Alexa Zierl hat Florian Weber sich gegenwärtig im Stadtrat zu einer Ausschlussgemeinschaft zusammengeschlossen. „Unser Wahlprogramm steckt noch in der Entwicklung“, erzählt er. Er stehe für das was die Bürger wollten. Per Mail können die Bürger ihm Vorschläge zusenden, was in Bruck geändert werden soll. Ein wichtiger Punkt auf seinem Programm sei die Sprengung der Amperbrücke: „Das ist die einzige realistische Möglichkeit um die B2 zu verlegen und den Verkehr aus der Innenstadt zu bekommen“, erklärt er. Eine andere Möglichkeit gebe es nicht. Zudem will Weber eine Informationsfreiheitssatzung einführen. Hierdurch sollen die Bürger unter anderem nachprüfen können, wohin das Geld geht. „In anderen Gemeinden gibt es so etwas schon“, sagt er. 

Pepsi-Augustiner-Eisarena und ein Verlosung beim Neujahrsempfang

Daneben steht noch eine Verlegung der Bürgersprechstunden vom Rathaus in den Biergarten sowie die Verlegung des Volksfestes in den Juni auf dem Programm. Außerdem will er Karten für den Neujahrsempfang verlosen und eine „Pepsi- Augustiner-Eisarena“ erbauen lassen. Ein Dorn im Auge sind Weber die hohen Kosten durch Leonhardiritt und die städtische Parküberwachung. Weber möchte nur drei Jahre Bürgermeister sein, dann will er zurücktreten, sodass Bürgermeisterund Stadtratswahl zusammen fallen. „Es muss nur eine Wahl stattfinden, nicht zwei“, sagt er. Bevor es soweit ist, muss er bis zum 27. März insgesamt 215 Unterschriften sammeln, um auf die Wahlliste aufgenommen zu werden. „Bis jetzt läuft es wohl ganz gut“, gibt sich Weber optimistisch. 

Felix Hamann

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