Bürgervereinigung  "Fluglärm" feiert 25. Jubiläum 

"Ruhe am Himmel am Wochenende"

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v. l. 1. Vorsitzende Michael Acker, Kassier Johanna Schöberl, Schriftführer Peter Schöberl, 2. Vorsitzende Hajo Nitsche

Landsberied - 25-jähriges Jubiläum: Die Bürgervereinigung "Fluglärm" und seine Mitstreiter setzen sich seit 1990 für die Verringerung des ausgehenden Lärms von Flugzeugen auf dem Sonderflugplatz Jesenwang ein.

Michael Acker ist der gegenwärtige 1. Vorsitzende der „Bürgervereinigung Fluglärm“, die sich für die Verringerung des ausgehenden Lärms von Flugzeugen auf dem Sonderflugplatz Jesenwang einsetzt. Die „Bürgervereinigung Fluglärm“ feiert im Jahr 2015 das 25-jährige Jubiläum. Ihr Hauptaugenmerk richtet die BI auf „die Steigerung der Lebensqualität im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Fünfseenland“ in Hinblick auf den Sonderflugplatz Jesenwang. 

Wichtig ist dem ehemaligen Beamten und früheren Studiendirektor an der Berufsschule für Versicherung in München, dass die Bewohner im Fünfseenland am Wochenende keinen Lärm von Flugzeugen im Garten oder bei ihren Freizeitaktivitäten ertragen müssen. Deshalb gab es vor 25 Jahren den Anstoß, dass er mit ein paar anderen Mitstreitern eine entsprechende Initiative gegen Hobby- und Freizeitflieger gründete. 

Doch der Kampf, der nie einfach war, begann schon vor der Bürgerinitiative. Schon seit 1989 sei er bereits früh durch den Lärm von Flugzeugen gestört worden, da diese bei gutem Wetter gegen Osten über Landsberied starten, also genau über seinem Kopf, so Acker. Deshalb gründete er mit ein paar anderen Mitstreitern eine entsprechende Initiative gegen den Fluglärm durch Hobby und Freizeitflieger. Bei einer Unterschriftenaktion unterschrieben von damals 680 wahlberechtigten Bürgern 476 die Forderung der Initiatoren gegen Fluglärm. Der spätere Bürgerverein, bei dem Michael Acker gegenwärtig 1. Vorsitzender ist, wurde am 06.06.1990 wegen des damaligen großen Interesses gegründet. Ziel war es den Fluglärm auf dem Sonderflugplatz Jesenwang zu minimieren bzw. ganz „abzuschalten“. Mittlerweile zählt der Verein rund 200 Mitglieder und Acker betont sein harmonisches Verhältnis zum jetzigen Flugplatzbetreiber Max Walch.

Acker betont, dass es ihm nicht um gewerbliche Flüge, sondern ausschließlich um Hobbyflieger und Freizeitflieger die an Sonn- und Feiertagen am Himmel ihre Runden ziehen, gehe. Auch gegen Rettungshubschrauber, die in Jesenwang auftanken, habe er „selbstverständlich gar keine Einwände, dass sei ja wichtig.“ Die Bürgerinitiative habe schon einiges erreicht, so zum Beispiel Start- und Landeverbote von Flugzeugen ohne Lärmschutzzeugnis und die Abschaffung des Flugschulungsbetriebes an Sonn- und Feiertagen. Auch die Reduzierung des Flugverkehrs und des damit verbundenen Fluglärms geht auf ihre Kappe, auch wenn noch nicht alle Ziele erreicht wurden. So wolle man dafür sorgen, dass Ausbildungs- und Nachtflüge entfallen. 

Auch zwei seiner drei Kinder haben dem Fliegen abgeschworen. Nur eines fliegt ab und zu mal in den Urlaub, die beiden anderen verzichten, wie er, aus Überzeugung vollkommen auf dieses Verkehrsmittel. 

Laut dem Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2013 nur noch 32.102 registrierte Flugbewegungen am Flugplatz. Zum Vergleich: 1988 gab es noch rund 43.000. Die größte Gruppierung hierbei waren die 23.644 nichtgewerblichen Flugbewegungen, gewerblich flogen nur 8.458 Flugzeuge.

Weitere Informationen findet man im Internet unter: Bürgervereinigung Fluglärm e. V.

Felix Hamann

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