Förderverein für "Eishalle"

Förderverein Eishalle will mit Stadt zusammenarbeiten und Hallenbau vorantreiben

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Die beiden Vorsitzenden Karl Bärmann (links) und Manuel Vilgertshofer kämpfen weiter für die Eishalle.

Eine Eishalle ist das erklärte Ziel des Fördervereins „Eishalle“ des EV Fürstenfeldbruck.

Fürstenfeldbrucks – Die im November neugewählte Vorstandschaft, Karl Bärmann und Manuel Vilgertshofer, der zugleich Vize des EVF ist, wollen mit dem Eis- und Rollsportclub Fürstenfeldbruck (ERCF) sowie der Stadt zukünftig noch enger zusammenarbeiten, um das Projekt Eishalle weiter voranzutreiben. Dabei wollen sie auch dem Eissport in Bruck neue Impulse geben.

Kampf seit 30 Jahren

Noch vor den Kommunalwahlen im März wollen Bärmann, Inhaber eines Brucker Juwelier- und Uhrengeschäfts, und Vilgertshofer, Inhaber einer Versicherungsagentur, mit allen Fraktionen des Brucker Stadtrats Gespräche führen. „Seit 30 Jahren versuchen die Eissportbegeisterten aus Bruck eine Bedachung oder Eishalle zu bekommen“, sagt Bärmann. In der Vergangenheit gab es viele Standort- und Lärmgutachten sowie Pläne, aber alles wurde von den Stadtoberen abgelehnt, so der neue Vorsitzende. Selbst ein Dach einer anderen Halle, das die Stadt gar geschenkt bekommen hätte, wurde seinerzeit ausgeschlagen. „Für all diese Planungen und Gutachten, finanziert aus Steuergeldern, stände heute sicher schon eine halbe Halle“, glaubt Bärmann.

"Wintersport wird nur noch vor Ort stattfinden"

Die beiden neuen Macher des Fördervereins glauben, dass sich viele Schulen aus ökologischen Gründen von Ski-Lagern verabschieden und der Wintersport vor Ort stattfinden wird. „Der LehrplanPlus der Schulen in Bayern sieht Wintersport vor“, sagt Vilgertshofer. „Die Schüler sollen sich sicher auf Eis und Schnee bewegen können.“ Schlittschuhlaufen sei dann die einzige Alternative.

Zwei von fünf ins Auge gefassten Standorte für eine Eishalle kristallisierten sich nach einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Standortanalyse und Machbarkeitsstudie Anfang Dezember heraus: der Bolzplatz westlich vom Eisstadion und der Fliegerhorst.

Standort Fliegerhorst dauert zu lange

Der Fliegerhorst kommt für den Vorstand nun nicht mehr infrage, nachdem unlängst bekannt wurde, dass die Bundeswehr wohl erst 2026 den Standort aufgibt. „Dort könnte bestenfalls ab 2030/35 nach Beschluss der Nachnutzung und Beseitigung der Altlasten mit der Planung einer Eishalle begonnen werden.“ Der Förderverein favorisiert den Standort zwischen dem jetzigen Freiluftstadion und dem städtischen Klosterstadion des SCF.

Zentrale Lage und mögliche Einnahmequellen

„Das ist ein stadteigener Grund, der Standort hat eine zentrale Lage und dort könnte eine Eishalle einen Energieverbund mit dem Hallenbad bilden“, zählt Bärmann die Vorteile auf. Eine Halle bedeutet viele Vorteile für die beiden Brucker Vereine, EVF und ERCF, sowie für den Schulsport. Die Saison könnte früher beginnen, womit ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den anderen Vereinen wegfällt. Außerdem gäbe es keine wetterbedingten Ausfälle beim Publikumslauf, Training oder der beliebten Eisdisco. Eiszeit-Vermietungen nach 22 Uhr an Hobbymannschaften, weitere Vermietungen sowie Veranstaltungen außerhalb der Saison wären weitere Einnahmequellen.

„Auch das Miteinander mit den Anwohnern ist uns sehr wichtig“, betont Vilgertshofer. Eine Eishalle würde für alle Betroffenen in den Augen des Fördervereins eine win-win-Situation mit sich bringen, insbesondere hinsichtlich des Immissionsschutzes.

Anwohner wollen richterlich vorgehen

Die Anwohner gegenüber des Eisstadions beurteilen die Situation allerdings völlig anders. Sie müssen bereits seit vielen Jahren den Lärm aushalten. Nicht nur den Lärm an der stark befahrenen Schöngeisingerstraße, sondern auch aus dem offenen Eisstadion, wenn trainiert wird und Spiele ausgetragen werden. Sie wollen sich gegen den Bau einer Eishalle neben dem Freiluftstadion wehren und haben bereits einen Anwalt mit der Angelegenheit beauftragt.

Dieter Metzler

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