Fraktion "Partei und Frei" fordert mehr Nachhaltigkeit in Sachen Umwelt

Mehr Photovoltaik

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Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Philipp-Weiß-Grundschule hat mittlerweile über 122.000 Kilowattstunden Strom produziert und fast 70 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Mit mehreren Anträgen verabschiedete sich die Stadtratsfraktion Die Partei & Frei in die Winterpause. Stadträtin Alexa Zierl (parteilos) fordert im Namen ihrer Fraktion mehr Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden und ein generelles Glyphosatverbot bei der Pflege öffentlicher Flächen. Außerdem soll sich die Stadt an der Europäischen Mobilitätswoche beteiligen sowie den Niederbronner Weg für den Radverkehr wieder freigeben.

Photovoltaik ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen und könnte laut einem 2011 erstellten Energienutzungsplan mit den entsprechenden Anlagen auf Brucks Dächern bis zu 40 Prozent des Stromverbrauchs im gesamten Stadtgebiet abdecken. Zudem ist die Technik aufgrund der stark gesunkenen Anschaffungskosten inzwischen - unabhängig vom Klimaschutzaspekt – auch aus wirtschaftlichen Gründen eine attraktive Alternative. Laut Zierl ist „selbst verbrauchter PVStrom mit etwa 10-12 Cent/kWh deutlich billiger als der normale Stromtarif der Stadt.“ Entsprechend fordert sie beim Neubau und der Sanierung städtischer Gebäude grundsätzlich Photovoltaik-Anlagen zu installieren und die Installation von Solarthermie-Anlagen zur Wärmeerzeugung zu prüfen. Außerdem soll der Stadtrat die Verwaltung beauftragen, einen Zeitplan für die Ausstattung möglichst aller kommunaler Liegenschaften mit Photovoltaik-Anlagen vorzulegen. 

Kein Glyphosat auf städtischen Flächen 

In einem weiteren Antrag fordern Zierl und ihr Fraktionskollege Florian Weber (Die Partei), auf den Einsatz von Breitbandherbiziden wie Glyphosat sowie weiteren Insektenbekämpfungsmittel auf Neonicotinoid-Basis auf städtischen Flächen zu verzichten. Dies solle auch bei der Verpachtung oder Vermietung von städtischen Flächen zur Auflage gemacht werden. Darüberhinaus wird die Stadt aufgefordert, mittels Öffentlichkeitsarbeit auch Landwirte, Unternehmen und Privathaushalte anzuregen, auf chemische Pflanzenschutz- und Insektenbekämpfungsmittel soweit wie möglich zu verzichten, da diese laut aktuellen Studien des Umweltbundesamtes mitverantwortlich für den Artenschwund und das Bienensterben sind. 

Niederbronner Weg

Niederbronner Weg Der Niederbronner Weg soll nach dem Willen der beiden Antragsteller auf der kompletten Strecke für den Radverkehr freigegeben werden. Da zwischen Haupt- und Frühlingsstraße mittlerweile alle autofreien Wege für Radler gesperrt sind, stellt der Niederbronner Weg nach Ansicht Zierls insbesondere für sicherheitsbedürftige Radfahrer wie Kinder und Senioren eine wichtige Alternativroute dar, weil diese ungern auf der Fahrbahn neben vielen Autos radeln, oder verbotenerweise von der Fahrbahn auf den Gehsteig ausweichen. 

Europäische Mobilitätswoche

 Außerdem beantragt die Fraktionsgemeinschaft, dass sich die Stadt 2018 an der „Europäischen Mobilitätswoche“ beteiligt. Die seit 2002 von der EU-Kommission initiierte Kampagne findet heuer vom 16. bis 22. September statt und hat zum Ziel, kreative Verkehrslösungen zu finden sowie nachhaltige Mobilität in den Kommunen zu fördern. Ferner soll geprüft werden, ob sich nicht auch die Stadtwerke an der Aktion beteiligen, beispielsweise zum Thema Elektromobilität. Über die Anträge wird der Stadtrat in seinen nächsten Sitzungen entscheiden. 

Peter Fischer

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