"Frauen helfen Frauen FFB" zieht Bilanz

600 Frauen wählten den Frauennotruf

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An den Frauennotruf haben sich 2017 rund 600 Frauen gewandt und wurden zu den Themen häusliche Gewalt, sexualisierter Missbrauch oder Stalking beraten.

Der Verein „Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck“ legte die Jahresstatistik für 2017 vor und bilanzierte: Die Arbeit des Vereins wird dringend gebraucht – Gewalt gegen Frauen ist im Landkreis Fürstenfeldbruck ein drängendes Problem.

Fürstenfeldbruck – Die Einrichtungen – Frauenhaus, Frauennotruf und die Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt – unterstützen seit 34 Jahren Frauen, die sexualisierte, körperliche oder psychische Gewalt erlebt haben. 

Meisten Fälle kommen über die Polizei

An den Frauennotruf haben sich rund 600 Frauen gewandt und wurden zu den Themen häusliche Gewalt, sexualisierter Missbrauch oder Stalking beraten. Der Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt hat im Jahr 2017 insgesamt 65 Betroffene häuslicher Gewalt unterstützt und begleitet. In 49 Fällen wurden diese von einer der Polizeidienststellen des Landkreises vermittelt, in vier Fällen vom Jugendamt. 

Wohnungsnot entscheidender Faktor

Der Weltfrauentag, am 8. März, war weltweit Anlass, um auf die Errungenschaften von Frauenbewegungen zu blicken. Dass die Finanzierung des Vereins größtenteils in öffentlicher Hand ist, zeige dass Gewalt gegen Frauen als Problem ernst genommen wird, schreibt der Verein. Dennoch habe sich gesamtgesellschaftlich noch nicht genug getan, um gewaltbetroffene Frauen zu schützen: Frauen blieben mittlerweile über mehrere Monate hinweg im Frauenhaus, da die Weitervermittlung von Wohnraum extrem schwierig sei. Dies ist auch eine Problematik in den Beratungen von Frauennotruf und Interventionsstelle: Frauen blieben häufig in gewaltvollen Beziehungen, da sie selbst oder ihr (Ex-)Partner keinen anderen Wohnraum finden.

red

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