Weg frei für Maisacher Konzept - Beim Neujahrsempfang war die Entwidmung des Brucker Fliegerhorstes ein Thema

Neben der Verleihung des Ehrenpreises für besondere Verdienste um das Gemeinwohl in der Gesamtgemeinde standen in der Turnhalle der Grundschule in Maisach die Entwidmung des Brucker Fliegerhorstes sowie die Auswirkungen der Finanzkrise im Mittelpunkt der Neujahrs-Ansprachen von Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt und Maisachs Bürgermeister Hans Seidl. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang des CSU-Ortsverbandes vom Bläserensemble der Blaskapelle Maisach unter der Leitung von Franz Kellerer und dem Gesangverein Maisach unter der Leitung von Christian Meister. Endlich sei der Weg frei für die Realisierung des Maisacher Konzepts, meinte Bürgermeister Seidl, bei seinem Grußwort im Hinblick auf die mit Ablauf des 31. Januars in Kraft tretende Entwidmung des Brucker Fliegerhorstes.

Er sprach vom wichtigsten Projekt der letzten 20 Jahre für die Gemeinde Maisach und dankte Gerda Hasselfeldt, dem Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet, sowie Altbürgermeister Gerhard Landgraf und dem Hauptamtsleiter Peter Eberlein für ihr Engagement. Seidl versprach mit einer kleinen Feier die Entwidmung noch gebührend zu feiern. Gastrednerin Gerda Hasselfeldt, die trotz einer starken Erkältung und entgegen ärztlichen Rates gekommen war, schloss sich dem Dank an und bezeichnete das Ende des Flugbetriebs als eine wichtige Weichenstellung für die Bürger von Maisach und die Region. Aufgrund des bisherigen Engagements aller sei sie sich sicher, dass es sich für alle auszahlen werde, so Hasselfeldt. Die Auswirkungen der Finanzkrise zwinge die Gemeinde in den nächsten Jahren zu einem strikten Sparkurs, erklärte Seidl. Man habe im vergangenen Jahr die Gunst der Stunde genutzt und einige Projekte wie beispielsweise die Sanierung der Grundschule in Gernlinden noch auf den Weg bringen können. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist noch lange nicht bewältigt, sagte auch Hasselfeldt. Sie hoffe nur, dass sich die persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen gering halten. Trotz der schwierigen Zeiten mit Schuldenabbau, Terrorismusbekämpfung und Klimawandel gebe es aber auch Anlass zur Freude. Hasselfeldt erinnerte dabei an Ereignisse aus dem letzten Jahr wie 60 Jahre Grundgesetz und erfolgreiche Bundesrepublik, 20 Jahre Mauerfall und zehn Jahre gemeinsame europäische Währung. „Darauf können wir als Nation und Volk stolz und dankbar sein“, so Hasselfeldt. Aus dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte gelte es Kraft und Mut zu schöpfen für zukünftige Aufgaben. Die Finanzkrise biete die Chance zu einer Neubesinnung und zu Rückorientierung auf die alten Grundwerte. Für Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement in den verschiedensten Vereinen, und Institutionen, u. a. als Gründungsmitglied und Vorstand von SV Rot-Weiß Überacker, als Mitglied im Schützenverein Kleeblatt und beim VdK sowie als Gemeinderat zunächst in Überacker und anschließend in Maisach erhielt der 85-jährige Georg Mundo aus Überacker aus den Händen von Gerda Hasselfeldt den Ehrenpreis für besondere Verdienste um das Gemeinwohl. Hasselfeldt hatte zuvor den hohen Stellenwert herausgestellt, den das Ehrenamt in der Gesamtgemeinde mit über 100 Vereinen genieße. Durch die Verleihung alle zwei Jahre erfahre die ehrenamtliche Tätigkeit die ihr gebührende öffentliche Würdigung und Anerkennung.

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