Corona-bedingten Einschränkungen inklusive

Freibad Mammendorf hat wieder geöffnet – ein Besuch

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Siegmar Spörl, der seit elf Jahren als Betriebsleiter tätig ist, und alle Mitarbeiter des Freibads waren froh, als sie vor wenigen Wochen endlich wieder öffnen durften.
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Den ersten Freibadtag in diesem Jahr verbrachten die Geschwister Samuel und Mara hauptsächlich im 24 Grad warmen Wasser.

Mammendorf - Am 8. Juni durfte das Freibad Mammendorf wieder seine Pforten öffnen – Corona-bedingte Einschränkungen inklusive. 

Die blaue Wasseroberfläche des Kinderbeckens im Freibad Mammendorf glitzert verlockend in der immer wieder durch die Wolken hindurch blitzenden Sonne. Direkt vor der grünen Schlangenrutsche toben Samuel und seine Schwester Mara vergnügt im kühlen Nass.Nach der ausgiebigen Wasserschlacht wird es aber dann auch den beiden Geschwistern etwas zu kühl und ohne große Widerworte lassen sich die beide von Mutter Julia in warme Bademäntel hüllen. „Heute ist unser erster Freibadtag“, erklärt Julia freudig. Und auch Samuel und Mara nicken begeistert während sie es sich auf den bunten Badetüchern am Rande des Kinderbeckens gemütlich machen. Es wirkt fast wie ein ganz normaler Badetag, doch auch im Freibad Mammendorf ist diese Saison alles ganz anders und die Corona-Maßnahmen sind nicht zu übersehen. 

Einheitspreis für alle Besucher in dieser Saison

Und das wird gleich am Eingang des Freibads klar. Grüne Striche am Boden dienen dazu, dass die Besucher beim Betreten den Abstand einhalten können. An der Kasse bekommt jeder Besucher einen gelben Zettel, dort müssen die Kontaktdaten eingetragen werden. Das Formular müssen die Besucher beim Verlassen des Bades ausgefüllt zurückgeben. Außerdem hängen Spender mit Desinfektionsmittel im ganzen Freibad, das großen Becken ist mit einer Schwimmleine unterteilt worden, damit in zwei geteilten Bereichen jeweils im Kreis geschwommen werden kann. Es gibt keine Saison- oder Punktekarten. Dafür zahlt die gesamte Saison jeder Freibadbesucher einen einheitlichen Eintrittspreis von drei Euro. Das sind erst einmal ganz schön viele Regeln, die von den Besuchern eingehalten und vom Personal umgesetzt und kontrolliert werden müssen. „Es ist schon eine Belastung, man muss den Besuchern vieles erklären und sich oftmals rechtfertigen“, erklärt Betriebsleiter Siegmar Spörl die momentane Situation. Dennoch gibt es auch Positives zu berichten. „Natürlich sind viele Leute sehr verständnisvoll und einfach froh, dass wir wieder offen haben“, erzählt Spörl. 

Zeltplatz  am Freizeitpark hat wieder geöffnet

Endlich wieder geöffnet ist seit dem vergangenen Sonntag ebenfalls der angrenzende Zeltplatz, der ebenfalls zum Freizeitpark gehört. Davor konnten nur die vier Wohnmobilstellplätze belegt werden, jetzt dürfen kleinere Gruppen unter 10 Personen den weitläufigen Zeltplatz wieder belegen. Auch die vierköpfige Band „Einmal mit Profis“ hat es sich auf dem idyllischen Platz neben dem Freibad gemütlich gemacht und ist dabei bunte Zelte auf der grünen Wiese aufzubauen. Die vier Freunde kommen eigentlich aus Stuttgart, die nächsten Tage stehen aber Studioaufnahmen in Mammendorf an. „Wir haben uns riesig gefreut, als der Anruf kam, dass der Zeltplatz wieder geöffnet wird. Ein Traum, dass das mit dem Zelten jetzt doch noch klappt“, freut sich Bandmitglied Daniel sichtlich. Der Zeltplatz und das Freibad füllen sich zwar langsam wieder, dennoch liegen harte Zeiten hinter dem Freizeitpark Mammendorf. „Es ist nicht schön, Familien oder jungen Pfadfindern abzusagen, die bei uns zelten wollten“, erinnert sich Spörl an die besonders schwierigen Zeiten während der Oster- und Pfingstferien zurück. 

Besucherzahlen zum Saisonstart noch gering

Auch wenn alle Hygienemaßnahmen genau eingehalten werden und die insgesamt 19 Mitarbeiter auf einen reibungslosen Ablauf achten, die Besucherzahlen des Freibades, das am 8. Juni in die Saison gestartet ist, sind noch gering. „Man spürt, die Leute sind weiterhin verunsichert“, erklärt der Betriebsleiter die momentane Situation. Dennoch ist das gesamte Personal bemüht allen Besuchern diese Unsicherheit zu nehmen. Und auch Samuel und Mara fühlen sich an ihrem ersten Nachmittag im Freibad Mammendorf sichtlich wohl und können es trotz kuschlig warmer Bademäntel kaum erwarten endlich wieder die Schlangenrutsche herunter zu sausen. „Die fallen heute Abend sicher todmüde ins Bett“, sagt Mutter Julia lachend.

Julia Huß

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