Startklar für die Saison

Freibäder auf Stand-by: Jederzeit bereit für Öffnung

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Wann die Schwimmbäder im Landkreis wie hier die AmperOase öffnen dürfen, steht zwar noch in den Sternen, aber die Planungen laufen trotzdem.

Auch ohne Termin bereiten sich die Schwimmbäder auf die Eröffnung vor

Mitte Mai sollten ursprünglich die Freibäder im Landkreis wieder öffnen – doch diesem Plan machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung, da bis auf weiteres alle Schwimmbäder wegen möglicher Infektionsgefahr im Freistaat geschlossen bleiben müssen. Unruhige Zeiten für die Betreiber, die sich bereits ein eigenes Konzept überlegen und das, obwohl ein offizieller Starttermin noch in den Sternen steht.

Die AmperOase in Fürstenfeldbruck hatte ausreichend Zeit, um sich wie auch die anderen Schwimmbäder im Landkreis auf die neue Situation einzustellen. „Das Freibad der AmperOase ist soweit vorbereitet, dass es, sobald es einen offiziellen Starttermin gibt, innerhalb einer Woche für Besucher geöffnet werden kann“, erzählt Claudia Gutmann, zuständig für Marketing und Unternehmenskommunikation bei den Stadtwerken Fürstenfeldbruck. Da bislang allerdings weder ein offizieller Starttermin noch ein konkretes Konzept von der bayerischen Staatsregierung mitgeteilt wurden, setzen die Stadtwerke bei ihren Hygiene-Plänen auf den offiziellen Pandemie-Plan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. „Die derzeit geltenden Abstands- und Hygiene-Maßnahmen gelten selbstverständlich auch in der Amper-

Oase“, betont sie. Geplant ist, dass zunächst nur das Freibad öffnen soll, genaueres sei noch nicht bekannt. Unklar sei ebenso, inwieweit die Besucherzahl begrenzt werden soll.

Wettrutschen im Freibad Mammendorf abgesagt

Ebenfalls keine neuen Informationen hat man im Landratsamt, zuständig für das Freibad Mammendorf. „Die Vorbereitungen laufen planmäßig, als ob wir öffnen. Das Freibad befindet sich in einer Art Standby-Betrieb. Das heißt, wir können in kurzer Zeit das Freibad öffnungsbereit machen“, erklärt Pressesprecherin Ines

Roellecke. Ob bislang ein wirtschaftlicher Schaden durch die verschobene Eröffnung entstanden ist, lasse sich noch nicht sagen, ergänzt Roellcke. Trotz eines Hygiene- und Schutzplanes, der derzeit ausgearbeitet werde, können sich Bürger jedoch sicher sein, dass nicht alle Angebote in Betrieb genommen werden können. „Was geöffnet werden kann, ist noch zu klären“, sagt Roellecke. Allerdings steht eine schlechte Nachricht bereits fest: Das traditionelle Wettrutschen wird in diesem Jahr ausfallen müssen.

Hallenbad in Germering im Erhaltungsbetrieb

Doch nicht nur der Badebetrieb im Freien ist von den Beschränkungen der Staatsregierung betroffen, sondern auch der im Innenbereich. So läuft das Hallenbad in Germering seit dem 16. März im „Erhaltungsbetrieb“. Das bedeutet, die Becken sind weiter befüllt, das Wasser wird über die Badwasseraufbereitung umgewälzt und die Becken werden über die Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk beheizt. „Unter normalen Umständen hätten wir das Freibad am 10. Mai für den Badebetrieb geöffnet. Dies ist nun aus den bekannten Gründen nicht möglich“, erklärt Roland Schmid, Werkleiter bei den Stadtwerken Germering.

Becken bleiben weiter gefüllt

Auch das Freibad wird sukzessiv in den Erhaltungsbetrieb hochgefahren und es werden – wie auch im Hallenbad – die Becken befüllt und umgewälzt. Die Becken nicht zu befüllen, sei dagegen keine Option. „Dies würde die Fliesenauskleidung der Becken gefährden, da wegen der Sonneneinstrahlung zu große Spannungen im Fliesenbelag und Estrich auftreten würden, die zu erheblichen Schäden führen könnten“, erklärt Schmid. Ebenfalls sei es auch für die Badewassertechnik von Vorteil, wenn diese nicht zu lange stillstehe.

Sollte das Freibad eröffnen, müssen die Besucher laut der Stadt mit Einschränkungen wie unter anderem Maskenpflicht im Innenbereich, Umkleiden nur in begrenzter Personenzahl nutzbar sowie einem getrennter Aus- und Eingang rechnen.

„Es wird keine Wellen, keine Rutsche geben und der Sprungturm ist nur begrenzt möglich“, berichtet Veit Gundermann, Leiter des Büros des Oberbürgermeisters in Germering. Gesperrt bleiben sollen zudem die Duschen im Innenbereich, während die kalten Duschen im Außenbereich weiterhin zugänglich sind.

Reparaturarbeiten in der besucherfreien Zeit

In der momentane besucherfreie Zeit planen die Stadtwerke Germering, um Unterhalts- und Reparaturmaßnahmen, die eigentlich für das Jahr nächste Jahr vorgesehen waren, anzugehen. Umgesetzt werden sie, wenn feststeht, dass das Freibad 2020 nicht mehr in Betrieb gehen darf. „Falls von den Gesundheitsbehörden entschieden wird, dass ein Bad nur für Schul- und Sportbetrieb, nicht aber für die Öffentlichkeit geöffnet werden darf, würden wir hierfür das Hallenbad verwenden“, stellt Schmid in Aussicht.

Freibad Maisach prüft mögliche Maßnahmen

Auch das Freibad Maisach bereitet sich auf die Badesaison vor. So werden auch hier hinsichtlich eines Einlasskonzeptes Überlegungen angestellt, teilt die Gemeinde mit. Allerdings seien die geforderte Hygienemaßnahmen abzuwarten und werden bei einer Öffnung umgesetzt.

Von diesen Maßnahmen und auch deren Umsetzbarkeit im Maisacher Freibad sei auch der Umfang der Öffnung abhängig.

Hamann

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