Freie Fahrt durch Grafrath – Schwieriges FFB 6-Teilstück freigegeben

Landrat, Bürgermeister, Kreisräte und Baubeteiligte eröffneten den erneuerten Bauabschnitt der FFB 6 in Graftrath. Foto: Günter Schäftlein

Die jetzt erweiterte Ortsdurchfahrt Wildenroth der Kreisstraße FFB 6 war für Verwaltung, Planung und Bauausführung sicher eine der schwierigsten und aufwändigsten Straßenbaumaßnahmen im Landkreis. Nach sieben Monaten Bauzeit bei Vollsperrung für den Durchgangsverkehr konnte dieser wichtige Abschnitt und Zubringer im regionalen Straßennetz übergeben werden.

Immerhin rollen hier täglich nach Verkehrszählung durchschnittlich 1079 Kraftfahrzeuge mit einem Güteranteil von 71 Fahrzeugen durch. Die Übergabe der erneuerten Ortsadurchfahrt mit Fußweg - „Endlich ein sicherer Gehsteig für Schulkinder, Senioren und andere!“ - erfolgte im Beisein zahlreicher Bürger und aller Baubeteiligten. Landrat Thomas Karmasin zeigte sich hocherfreut und nannte die Details der Ausbaumaßnahme. Als besonders aufwändig erwies sich die Notwendigkeit zahlreicher Stützmauern bei der Straßenverbreiterung und dem Gehwegbau im sogenannten „Eiskanal“. Auch die Sichtverhältnisse beim Einbiegen in die Kreisstraße im Bereich der Einmündungen von Schlossbergstraße und des Schulweges wurden erheblich verbessert. Der Landrat dankte dem planenden Ingenieurbüro Lais aus Mittelstetten, dem bauausführenden Unternehmen Xaver Riebel aus Mindelheim und insbesondere den Anwohnern und betroffenen Geschäftsleuten für ihre Geduld, den anliegenden 19 Grundstückseigentümern für den Verkauf der erforderlichen Flächen, insgesamt 500 qm Grund.. Die Gesamtkosten der Maßnahme bezifferte der Landrat mit 1.025 Mio Euro, vom Freistaat voraussichtlich gefördert mit dem Festbetrag von 336.000 Euro. Den Bürgermeister, der befürchtet, dass nun wohl vorläufig nichts mehr im Kreistopf für Grafrath sei, beruhigte er mit dem Hinweis, falls es nicht direkt in Grafrath wäre, dann zumindest für Grafrath in irgendeiner Form der Kreisaufwendungen in Bildung und Kultur. Bgm. Dr. Hagenguth sieht mit dem Bauabschluß einen langgehegten Wunsch realisiert: „Ich dachte manchmal, das erlebst du nicht mehr!“ Aber auch die Gemeinde sei nicht unerheblich an den Gesamtkosten durch die Zuständigkeit für Fußweg, neue Straßenbeleuchtung (LED) und erneuerte Wasserleitung beteiligt: „Flächenmäßig waren wir nur zu einem Fünftel dabei, an den Gesamtkosten aber zu einem Drittel!“ Seine persönliche Kritik richtete sich gegen einige unverbesserliche Anlieger im gesperrten Bereich, die mit ihren Fahrzeugen wenig Rücksicht auf die unter schwierigsten Bedingungen Arbeitenden genommen hätten. „Gottseidank blieb alles unfallfrei!“

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