Freie Wähler: Mit dem Charme des Neulings auf Bürger zugehen

„Die Menschen können auch auf uns zukommen.“ Der 42-jährige Augenoptikermeister Markus Reichhart will zuhören und anpacken – als so genannter Betreuungsabgeordneter der Landtagsfraktion der Freien Wähler für die Landkreise Fürstenfeldbruck und Landsberg. Er bittet aber auch um Verständnis dafür, wenn der Informationsbedarf der Bürger nicht immer sofort gestillt werden kann. „Ich kann nicht immer alles vor Ort abholen“, so Reichhart, weil er seinen erweiterten Wirkungskreis erst auch noch kennen lernen müsse. So wird man den in Ingolstadt wohnenden Landtagsabgeordneten künftig öfter in den beiden Landkreisen zu Gesicht bekommen.

Zunächst soll der Landtagsneuling mit Bürgermeistern, Kreisräten und Ortsvorsitzenden der Gruppierung ins Gespräch kommen. Dazu wird noch ein Bürgerbüro kommen, das unter Umständen in Türkenfeld installiert werden soll. „Weil es für die Landkreise Fürstenfeldbruck und Landsberg gleichermaßen erreichbar ist“, so Reichhart, der aber bei der Ortswahl noch nicht von einer endgültigen Entscheidung sprechen will. Zweimal monatlich wolle er aber schon vor Ort sein, kündigte Reichhart an. Endgültig als Betreuungsabgeordneter vorgestellt werden soll Reichhart auf der Kreis-Versammlung der Freien Wähler, die Leonbacher deswegen unter Umständen auf einen Zeitpunkt vor den Sommerferien vorverlegen will. Mit den anderen Politikern, die den Landkreis Fürstenfeldbruck vertreten will Reichhart eine zweckgebundene Zusammenarbeit pflegen. Dies sei mit Reinhold Bocklet, Thomas Goppel, Martin Runge oder Kathrin Sonnenholzner sicher möglich. „Die Kommunikationsebene funktioniert auf regionaler Ebene“, sagt Reichhart. Dass man sich politisch auseinandersetze, sei normal. Den „Neulingsstatus“ wolle man als FW aber nicht mehr strapazieren. „Die Schonfrist darf als beendet betrachtet werden“, so Reichhart. Ob er bei dem einen oder anderen Landtagskollegen aus den verschiedenen Parteien eine Brille für nötig befinde, wird der Augenoptikermeister Reichart noch gefragt. Er reagiert etwas verlegen, sagt aber dann doch: „Im übertragenen Sinn könnte es dem einen oder anderen nicht schaden.“

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